DELF-Diplome verliehen

Parlez-vous français?

30 Schüler und Schülerinnen der Brede erwerben DELF-Sprachdiplom

Delf Gruppenfoto

Brakel (hei). Dass sie wesentlich mehr als nur ein paar Brocken Urlaubsfranzösisch beherrschen, haben ca. 30 Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs und des Gymnasiums Brede mit Bestehen der europäischen DELF-Sprachprüfung unter Beweis gestellt.
Das Französische Sprachdiplom DELF (Diplôme d’Etudes en Langue Française), vom französischen Schulministerium vergeben, wurde 1985 eingeführt. Diese zentral gestellte, standardisierte Prüfung richtet sich nach dem neuen, international anerkannten, europäischen Referenzrahmen für Sprachkompetenz und ist für den erfolgreichen Teilnehmer in mehr als 125 Ländern lebenslang gültig.

Die Ergebnisse der Brakeler Schülerinnen und Schüler sind mit durchschnittlich über 80 von 100 Punkten sehr gut. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie von ihrem Französischlehrer Martin Blumenthal und seinen Kolleginnen Anne Drewes, Ingrid Seemann und Hiltrud Niebecker einmal pro Woche in freiwilligen zusätzlichen Unterrichtsstunden mit viel Engagement auf die Prüfung im Januar dieses Jahres vorbereitet wurden.

Das Sprachdiplom bescheinigt Fähigkeiten in vier Bereichen: Hörverstehen, Leseverstehen, schriftlicher sowie mündlicher Ausdruck.

Insgesamt kann man die Prüfung in sechs unterschiedlichen Niveaus ablegen.
Die Schülerinnen und Schüler haben sich den Prüfungen der Niveaus A2 (niveau intermédiaire), B1 (niveau seuil) und B2 (niveau avancé) erfolgreich unterzogen.
An manchen Universitäten, beispielsweise an der FU Berlin und an der Uni Göttingen, wird zur Aufnahme eines Französischstudiums der Nachweis des Niveau B1 gefordert.
Das Niveau B2 bescheinigt schon eine große Autonomie im Umgang mit der französischen Sprache. Es entspricht etwa dem Niveau, das ein Schüler bei erfolgreicher Teilnahme am Leistungskurs Französisch oder eventuell mit einer guten Note im Grundkurs Französisch am Ende der 13. Klasse erreicht hat.
Weiterhin gibt es noch zwei höhere Niveaus: C1 und C2, die einem Universitätsstandard entsprechen.

Für die Schüler gab es vielfältige Gründe sich diesen Prüfungsanforderungen zu stellen. Zum einen wollten sie Prüfungserfahrungen sammeln, zum anderen ihre Französisch-Kenntnisse von einem außerschulischen Gremium beurteilen lassen, um sich mit anderen Schülern besser und auch länderübergreifend vergleichen zu können. Die aktuellen und interessanten Texte, die sich an den gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Ereignissen in Frankreich orientieren, boten Anreiz dazu. Eine besonders wichtige Rolle spielte allerdings der Bewerbungsvorteil in Studium und Beruf. Gerade in der heutigen Zeit der Globalisierung werden Fremdsprachen als Schlüsselqualifikation für persönliche und berufliche Entfaltung gesehen. So gelten Zertifikate wie das DELF-Diplom in immer mehr Institutionen und Wirtschaftszweigen als qualifizierend. Besonders Französisch kommt in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht eine große Bedeutung zu, denn es ist die Amtssprache aller europäischen Institutionen. Außerdem ist die französische Sprache für die erfolgreichen Handelsbeziehungen zwischen Frankreich und Deutschland von enormer Wichtigkeit.
Die meisten Schülerinnen und Schüler lernen allerdings vordergründig deshalb Französisch, damit sie mit vielen Millionen französischsprechenden Menschen innerhalb Europas und auf anderen Kontinenten kommunizieren können. Dies ist ihr Beitrag zu einem Verständnis für fremde Länder und Kulturen.

Der Schulleiter des Gymnasiums Dr. Friedhelm Molitor beglückwünschte die Schüler zu großartigen Leistungen. Diesen Glückwünschen schloss sich der Schulleiter des Berufskollegs Georg Moritz an und ermutigte die Schüler dazu, Französisch als Fremdsprache bis zum Abitur weiterzuführen.