Das Gespenst von Canterville spukt in der Brede

Einen ganz ungewöhnlichen Gast konnte der Literaturkurs 12 des Gymnasiums Brede für drei spannungsreiche Abende verpflichten: „Das Gespenst von Canterville“ wird sein Unwesen treiben – und alle kleinen und großen Theaterfreunde dürfen sich auf eine  turbulente Gruselkomödie am 18., 20. und 22. Juni um 19.30 Uhr in der Aula der Bredenschulen freuen.

„Ignorant!! Niemals in  dreihundertfünfzig Jahren bin ich gröblicher beleidigt worden als heute Nacht! Aber das sollen sie mir büßen!  Hört ihr, ich komme wieder! Ich, Sir Simon!“: Das sind die Worte, mit denen  das Gespenst von Canterville die amerikanische Familie Otis bedroht. Die nämlich will das englische Schloss kaufen  und glaubt trotz der Schauergeschichten des strengkonservativen Personals weder an die Existenz des Gespensts, noch an die Echtheit  des Blutflecks am Kamin,  der dort angeblich unauslöschbar klebt, seit Sir Simon im Jahre 1575  seine Frau Eleanore ermordet hat.

Zur Strafe muss er als Geist im Schloss umherwandeln und kann es  natürlich nicht auf sich sitzen lassen, dass man ihn nicht fürchtet. So dürstet er nach Rache, was vor allem für Virginia, die Tochter der Familie äußerst gefährlich wird.

„Das Gespenst von Canterville“ ist eine Gruselkomödie,  basierend auf dem weltberühmten Klassiker von Oscar Wilde, der unter anderem bekannte Stücke wie das im letzten Jahr aufgeführte „Bunbury – The Importance of Being Earnest“ “ schrieb oder den kürzlich verfilmten Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“.

In „The Canterville Ghost“ kontrastiert Wilde die alte und die neue Welt,  indem er aufgeklärte Amerikaner und konservative Briten aufeinanderstoßen lässt.

Der Literaturkurs 12 des Gymnasiums Brede zeigt eine Bühnenfassung von Klaus Kern, in der Wildes Kontrastierung phantasievoll aufgegriffen wurde, z.B. durch die Konfrontation der aufgeweckten  amerikanischen Otis- Zwillinge  mit  dem steifen, britischen Butler Jason oder dem noch mittelalterlich denkenden Gespenst.

Die Textvorlage wurde durch einen selbstgeschriebenen Akt erweitert, durch den das Drama sowohl an Spannung als auch an Humor gewinnt und der dazu beiträgt, dass auch Kenner der Original-Novelle  auf einiges Neue gespannt sein können.

Interessierte können die Aufführungen für jede Altersgruppe am Freitag, dem

18. Juni, am Sonntag, dem  20. Juni, und am Dienstag, dem 22. Juni, jeweils um 19.30 Uhr in der Aula der Bredenschulen in Brakel ansehen. Der Kartenvorverkauf läuft über das Sekretariat des Gymnasiums.

Text: Sabine Teichert
Foto: Kai Hasenbein