Ein starkes Team verleiht Bärenkräfte

Das "Fair Mobil" fördert derzeit Rücksichtnahme, Verständnis und Gemeinschaftsgefühl

[caption id="attachment_4210" align="alignright" width="320" caption="Es sieht so einfach aus: Die Schülerinnen und Schüler der 7c demonstrieren hier in einer Trockenübung, wie der "Teamkran" grundsätzlich funktioniert."][/caption] Das gute Gefühl, als Gemeinschaft bärenstark zu sein, vermittelt momentan wieder das beliebte „Fair Mobil“ mit seinen vielfältigen Aktionen: „Es unterstützt unsere Sechst- und Siebtklässler dabei, Verständnis, Sensibilität und Rücksichtnahme zu entwickeln“, freut sich Schulsozialarbeiterin Nicole Schroeder, dass das Konzept auch 2011 wieder so positiv ankommt.

Im Aufenthaltsraum des Gerhardingerhauses wäre das Geräusch einer fallenden Stecknadel deutlich hörbar gewesen: Mit voller Konzentration setzen die Schülerinnen und Schüler der 7c den obersten Holzklotz auf den zuvor sorgsam errichteten Turm aus weiteren hölzernen Exemplaren. Ein Ruck durchfährt den Turm, als der letzte Klotz das fragile Gebilde berührt; es scheint einen Moment lang, als stürze die mühevolle Arbeit jeden Augenblick in sich zusammen. Doch diese Sorge war unberechtigt: Die Schülerinnen und Schüler haben es geschafft. Mit vereinten Kräften. Als starkes Team.

„Die Aktion, die schon seit einigen Jahren fest zum Schulprogramm des Gymnasiums Brede gehört, umfasst einen Zyklus verschiedener Stationen, die als kombinierte Bausteine unterschiedliche Aspekte des Miteinanders von Kindern und Jugendlichen ansprechen“, erläutert Schwester Maria-Theresia Knippschild. Die Themen umspannen dabei eine breite Palette vom körperlichen Umgang untereinander über das Selbstwertgefühl und seinen Ausdruck im Alltag bis hin zur Erfahrung eigener Sinneswahrnehmungen. Nicole Schroeder ergänzt: „Wenn das Fair Mobil an unserer Schule ist, erleben Schülerinnen und Schüler, dass Schule auch Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume außerhalb des Unterrichts eröffnet.“

Das „Fair Mobil“ wird daher auch seit Jahren dankbar angenommen: Einerseits sind die Schülerinnen und Schüler dankbar über die wohl durchdachten Aktionen, die eine willkommene Abwechslung im Schulalltag darstellen. Deutlich sehen sie aber auch den verbindenden und gemeinschaftlichen Aspekt, wie eine Schülerin der 7c bestätigt: „Die Aktion ist gut, weil man wieder mehr mit der eigenen Klasse zu tun hat. Wir wurden zwar einer Gruppe zugelost, aber so habe ich wieder mit anderen aus der Klasse zu tun, die ich nicht so gut kenne.“

Spielerisch, in der Bewältigung gestellter Aufgaben, in kurzen Diskussionen oder im Rahmen erlebnispädagogischer Elemente erörtern kleine Teams Probleme, tauschen Ideen aus oder erproben sich selbst in spannenden Situationen. Die Schüler und Schülerinnen erfahren dabei, dass sie ernst genommen werden, weil ihre Meinung gefragt ist. Gefühle wie Enttäuschung, Wut und Angst, aber auch Träume, Wünsche und Hoffnungen finden ihren Platz in Diskussionen und Überlegungen zu Spielen und Übungen, die das „Fair Mobil“-Team unterstützt.

An dieser Stelle gilt deshalb den Teamern, den engagierten Eltern und auch den Mitschüler und Mitschülerinnen der Oberstufe, die diesen Projekttag unterstützen, ein herzliches „Vergelt´s Gott!“

Text: Nicole Schroeder

Redaktion und Foto: Kai Hasenbein