Weitere Aufführung am heutigen Samstag!

Literaturkurs 13 des Gymnasiums zeigt „Ein Sommernachtstraum“

Heute Abend präsentiert der Literaturkurs 13 des Gymnasiums unter der Leitung von Anne Drewes um 19.30 Uhr in einer weiteren Aufführung Shakespeares "Ein Sommernachtstraum". Lesen Sie im Folgenden die Presserezensionen aus beiden Lokalzeitungen zur ersten Aufführung.

 

Im Folgenden lesen Sie die Rezension unseres Schülers Jan-Niklas Spiegel (Q1), welche im Westfalen-Blatt abgedruckt war. Herzlichen Dank dafür!

Inszenierung erntet viel Lob

Literaturkurs des Gymnasiums Brede spielt »Ein Sommernachtstraum«

Brakel (jns). Die Premiere des Stückes »Ein Sommernachtstraum« von William Shakespeare, aufgeführt vom Literaturkurs der Jahrgangsstufe 13 des Gymnasiums Brede, ist ein voller Erfolg gewesen. Das Publikum war begeistert.

Ein überfüllter Saal und nicht zuletzt auch eine lange Schlange vor der Snackbar zeigten, dass die Akteure wieder ganze Arbeit geleistet haben. Die Schüler, die sich nun seit Beginn des Schuljahres jedes Wochenende getroffen haben, um sich auf die Premiere ihres Stückes vorzubereiten, haben von allen Seiten viel Lob bekommen – zu Recht. Neben fulminanten Licht- und Toneffekten wurde das Publikum vor allem auch mit engagiertem und gekonntem Schauspiel verwöhnt.

Den Handlungsrahmen des Stückes bildet die bevorstehende Hochzeit von Theseus und Hippolyta, dem Königspaar Athens. Diese wird allerdings durch das bei Athen lebende Elfenkönigspaar Titania und Oberon gefährdet. Beide streiten miteinander. Dieses Zerwürfnis hat nicht nur Auswirkungen auf die Natur, sondern auch auf das Gefühlsleben der Hofgesellschaft. Puck, Vertrauter des Oberon, verdreht einigen Bürgern der Stadt den Kopf, sodass es zu Irrtümern und tragischen Liebesszenen kommt. Durch die Versöhnung des Elfenpaares wird schließlich jeglicher Verwirrung ein Ende gesetzt – es wird geheiratet.

Die Aula der Bündelschule Brede war sehr gut besucht und das Publikum hellauf begeistert. Das tat es mit schallendem und lang anhaltendem Applaus kund. Kursleiterin Anne Drewes war ebenfalls sehr angetan von der Leistung ihrer Schützlinge und bedankte sich bei ihren Schülern für die schöne Aufführung und ihren Einsatz. Auch stellvertretender Schulleiter Matthias Koch konnte nur lobende Worte finden und bedankte sich ebenfalls.

Wer die Premiere von »Ein Sommernachtstraum« verpasst hat, hat noch eine Chance, das Stück zu sehen. Eine weitere Aufführung durch den Literaturkurs der Jahrgangsstufe 13 des Gymnasiums Brede ist am Samstag, 12. November, um 19.30 Uhr in der Aula der Schulen der Brede zu sehen.

 

Lesen Sie nun die in der NW erschienene Rezension unseres Schülers Sebastian Beug aus dem Jahrgang 12, der uns auch einige Fotos zur Verfügung gestellt hat: Herzlichen Dank dafür!

Farbenfrohe Fantasiewelt und emotionaler Minimalismus im Kontrast

Shakespeares Sommernachtstraum am Gymnasium Brede hervorragend komisch inszeniert

von Sebastian Beug

Brakel. Mit dem Stück „Ein Sommernachtstraum“ wagt sich nach „Romeo und Julia“ innerhalb von zwei Jahren erneut ein Literaturkurs des Gymnasiums Brede an ein Werk Shakespeares – und brilliert wieder. Bei der Premiere am Donnerstagabend feierte das Publikum den 13. Literaturkurs unter Leitung von Anne Drewes mit anhaltend tosendem Applaus.

In der Komödie aus dem 16. Jahrhundert lieben Lysander (Julian Reifer) und Demetrius (Nicolas Winkelheide), attische Höflinge, die schöne Hermia (Charlotte Küppers). Die vierte im Bunde, Helena (Anna Schlickwei), liebt Demetrius – erfährt jedoch keine Erwiderung ihrer Gefühle. Indes kommt es in der Elfenwelt zum Zerwürfnis der Elfenkönige Oberon (Jonas Deppe) und Titania (Nora Wieners). Ihr Gehilfe Puck (Christina Pollmann) greift nun in das reale Geschehen ein und verzaubert sowohl Lysander und Demetrius. Fortan lieben beide Helena, welche sich dadurch verhöhnt fühlt. Diese Ironie trägt maßgeblich zur Komödie bei.

Die Brakeler überzeugten bei der Inszenierung der attischen Gesellschaft im Sommernachtstraum durch eine emotionale Rohheit: Die Darsteller tragen heutige Kleidung in dezenten Farben. Diese Reduktion auf modernen Minimalismus betont die vertrackte Beziehungskonstellation, welche in zahlreichen Anfällen von Gewalt mündet, und legt den Fokus auf die hervorragende Rhetorik und Konnotation der Schauspieler.

In starkem Kontrast dazu steht die „sommernachtstraumhafte“ Parallelwelt der Elfen: hier haben die Maskenbildnerinnen und Kostümschneiderinnen des Kurses eindrucksvolle Arbeit geleistet. Gekleidet in satt schillernden Farben und mit kunstvollen Frisuren auf dem Kopf verzauberten Oberon, Titania, Puck und die drei Elfen Spinnweb, Erbsenblüte und Senfsamen (Sandra Günnewicht, Vassilissa Govorov und Marei Vogt) das Publikum.

Für die Hochzeit des Herzogs von Athen mit der Königin der Amazonen (Fabian Jungmann und Katja Schelper) wird die Aufführung der Tragödie „Pyramus und Thisbe“ ausgerechnet von sechs Handwerkern einstudiert. Zum Erfolg der Inszenierung trug nicht nur Shakespeares intertextueller Einbau dieser Tragödie in eine Komödie bei, sondern vor allem die vom Literaturkurs eingesetzte Szenenkomik. Die sechs dümmlichen Handwerker wirken wie die doppelte Ausgabe der „Drei von der Tankstelle“ und als sei dies noch nicht komisch genug, spielt ausgerechnet der einzige männliche Darsteller der Truppe die Thisbe – keine Frage: Für diese Inszenierung brachten die Schüler und Schülerinnen eine große Portion Mut mit, um sich zum Clown zu machen.

Schließlich löst Oberon die Situation auf – Lysander und Hermia sowie Demetrius und Helena lieben sich fortan und halten gemeinsam mit dem attischen Königspaar Hochzeit, auf welcher die Handwerker ihre „Inszenierung in der Inszenierung“ darbieten. Beim Publikum sorgte besonders dieser Schlussakt für herzhaftes und humorvolles Gelächter.

Wer sich selbst von der gelungenen Darbietung, deren Stärke in gewandten Dialogen, kunstvollen Bildern und vor allem starker Komik liegt, überzeugen möchte, hat am 12. November um 19.30 Uhr in der Aula der Schulen der Brede noch einmal Gelegenheit dazu. Karten sind im Vorverkauf im Sekretariat oder an der Abendkasse erhältlich.

 

Im Folgenden findet sich die Ankündigung zum Theaterstück:

Es wird geliebt, gelitten und gezaubert: Der Literaturkurs 13 des Gymnasiums zeigt in zwei Aufführungen Shakespeares Meisterwerk „Ein Sommernachtstraum“. Die Premiere findet am Donnerstag, 20. Oktober, um 19.30 Uhr in unserer Aula statt. In William Shakespeares Stück steht die Realität am Athener Palast des Theseus der phantasievollen Elfenwelt um Oberon und Titania gegenüber. Durch den Streit zwischen Oberon und Titania und den sich daraus entwickelnden Verwirrungen werden die beiden Handlungsstränge miteinander verknüpft. Die jungen Athener Hermia, Helena, Demetrius und Lysander erleben die Vielschichtigkeit und die Verwirrungen der großen, der kleinen, der rücksichtslosen und zartfühlenden Liebe. Hermia liebt Lysander, Helena liebt Demetrius. Demetrius liebt Hermia und Waldgeist Puck liebt das Chaos. Verwirrt treibt es die Liebenden in den Wald, wo der Schicksal spielende Puck spitzbübisch in ihre Gefühle eingreift und die Irrungen und Wirrungen der Liebe dirigiert.

Doch kann jeder jeden lieben?

Seien Sie dabei, wenn am 20. Oktober und 12. November um jeweils 19.30 Uhr in der Aula der Schulen der Brede geliebt, gelitten und gezaubert wird!

Die Eintrittskarten sind im Vorverkauf im Sekretariat des Gymnasiums sowie an der Abendkasse erhältlich.