Lisa Schiedel erhält den diesjährigen Zonta-Preis

Hohe Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement übergeben – Text und Auszüge aus der Laudatio nun online

Lisa Schiedel aus unserem Jahrgang 13 hat den diesjährigen "Zonta-Preis" des gleichnamigen Zonta-Clubs aus Höxter gewonnen! Der mit 250 Euro dotierte "Young Woman in Public Affairs"-Award wurde heute Abend übergeben und würdigt Lisas außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement. Nach 2008 (Nadine Binder) und 2009 (Annalena Groppe) erhielt zum dritten Mal eine Schülerin des Gymnasiums Brede diese zum fünften Mal verliehene, hohe Auszeichnung.

Das ehrenamtliche Pensum, das Lisa in ihrer Schul- und Freizeit bewältigt, beeindruckt ungemein. In vorbildlicher Weise setzt sie sich dabei für die Gesellschaft ein und berücksichtigt in ihrem Tun vor allem benachteiligte Menschen.

Lisa Schiedel erhielt ihre Auszeichnung auf der so genannten Clubebene und hat sich damit für die Distriktebene qualifiziert. Die Siegerin dieser zweiten Ebene bewirbt sich anschließend auf der internationalen Ebene (70 Länder weltweit), dort werden die besten fünf Teilnehmerinnen ausgezeichnet.

Ziel des Preises ist es, den Einsatz junger Frauen, die sich ehrenamtlich engagieren und sich Gedanken um die Stellung der Frau in der Welt machen, auszuzeichnen, anzuerkennen und sie anzuspornen, sich auch in Zukunft im öffentlichen Leben, in der Politik und in gemeinnützigen Organisationen einzusetzen.

Lesen Sie im Folgenden Auszüge aus der Laudatio von Mechthild Kleinbrink, die Lisas umfangreiches Engagement vorstellte:

„Sie stellt einiges auf die Beine, lässt sich bewegen und bewegt andere.“

„Seit 2007 ist sie Gründungsmitglied vom Shalom-Club `Pax-an`. Shalom ist ein internationales Netzwerk für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der Armen Schulschwestern v.u.l.F. Lisa fühlt sich angesprochen dabei mitzuwirken, Spenden zu sammeln für einen rumänischen Kindergarten, und hilft dabei, aufmerksam zu machen für Missstände in der Welt wie Genitalverstümmelung, Steinigung von Frauen, Bildungsungerechtigkeit oder Müttersterblichkeit. Sie vertritt nicht die Haltung `Mich betrifft das nicht`, sondern die Überzeugung `Wo ist es kann, ändere ich etwas`.“

„Eine andere Facette ihres Wirkens betrifft das internationale Verständnis. Sie war als Delegierte auf der UN DPI/NGO-Conference in Bonn. Mit rund 1500 Leuten aus 70 Ländern beschäftigte sie sich in Workshops mit Möglichkeiten der Nachhaltigkeit, Möglichkeiten der Mitverantwortung bei internationalen Entwicklungsprojekten. Erfahrungen der Veranstaltung präsentierte sie anderen Schülern und geplant ist ein Projekt zur Hilfe ehemaliger Kindersoldaten.“

„Nach ihrem Abitur engagiert sie sich ein Jahr im Bundesfreiwilligendienst an der Schule für Blinde und Sehbehinderte in Baindt, Nähe Ravensburg. Dabei interessiert sie sich für Partnerschulen und Projekte in Italien und Ägypten. Sie plant ein sich anschließenden Studium Lehramt Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt `Lernen bei Blindheit und Sehbehinderung`. Eine wichtige und tolle Aufgabe!“

„Für Lisa ist die fehlende Bildung der Hauptgrund der Verhinderung der Verbesserung der Stellung der Frau in den Entwicklungsländern. Sie schreibt: `Gebildete Frauen sind selbstbewusster, unabhängiger und fordern die ihnen zustehenden Rechte ein. Meistens sind es die Frauen, die anfangen, gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen und somit ihre ganze Gesellschaft voranbringen`. Ja Lisa, da haben Sie recht, Frauen können gemeinsam stark sein und viel bewegen. Das merken wir in unserem Zontaclub auch.“

„Lisa fordert auf politische Ebene Neuerungen wie UN-Women oder NGOs zur Beteiligung bei den Vereinten Nationen, um mehr Einfluss zu haben. Meine Damen und Herren, vielen Dank für Ihre wertschätzende Aufmerksamkeit. Sind Sie auch beeindruckt von so viel Engagement? Sie haben es gehört – eine Frau, die aktiv ihre Zukunft in die Hand nimmt.“

Wir gratulieren unserer Schülerin Lisa Schiedel ganz herzlich zu dieser außergewöhnlichen Auszeichnung!

Fotos: Bärbel Lüttig; Schwester Maria-Theresia Knippschild

Text: Kai Hasenbein; Mechthild Kleibrink