Välkommen till Sverige!

Schülerinnen und Schüler blicken auf den diesjährigen Schwedenaustausch zurück

Vom 25. Januar  bis zum 1. Februar war das Gymnasium Brede erneut an der S:ta Ragnhild-Schule in Södertälje (Schweden) zu Gast. In ausgewählten Reiseberichten blicken einige Schülerinnen und Schüler auf dieses Erlebnis zurück.

Tag 1 – „Warten, Warten, Warten“

Am Mittwoch, den 25.01.2012, ging es los. Wir Schwedenfahrer trafen uns um drei Uhr morgens an der Brede. Nachdem wir uns von den Eltern verabschiedet hatten, fuhren wir mit dem Bus nach Paderborn. Dort mussten wir eine Dreiviertelstunde warten und haben dann den Zug nach Hamm (Westf.) genommen. Von dort aus ging der nächste Zug nach Köln/Deutz und wieder der nächste zum Flughafen Köln/Bonn. Es war schon acht Uhr und wir wünschten uns, schon angekommen zu sein. Wir checkten ein, liefen in Kleingruppen nach der Sicherheitskontrolle über den Flughafen und stiegen nach erneutem Warten in den Flieger. Wir flogen 1 ½ Stunden und nach einer sanften Landung betraten wir schwedischen Boden. Auf dem Arlanda Airport in Stockholm erwartete uns Jenny, eine Lehrerin der Schweden. Wir fuhren mit dem Bus zum Bahnhof und von dort aus mit dem nächsten Zug nach Östertälje, wo uns unsere Austauschpartner abholten und zur nahe liegenden Schule S:ta Ragnhild brachten. Wir aßen Kuchen, lernten andere schwedische Schüler und Lehrer kennen und fuhren schließlich zu unserer jeweiligen Gastfamilie.

Mathias Barkhausen, Marie-Christin Breker

 

Tag 2 – „Von blutverschmierten Hemden und aufgeschnittenen Leichen in Uppsala“

Nachdem wir den Ankunftstag hinter uns gebracht und ein wenig geschlafen haben, ging es am Donnerstag, den 26. Januar 2012, wieder auf eine Zugreise, diesmal nach Uppsala!

Auf dem Weg in die schöne Altstadt wurde uns erzählt, dass Uppsala mit knapp 200.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Schweden ist. Mit dieser erschreckenden Information ging es weiter in die Kathedrale. Dort sahen wir zwei Orgeln in einer Kirche, einen Minialtar und ca. zehn Gräber von verstorbenen Erzbischöfen oder anderen berühmten Persönlichkeiten aus Schweden.

In dem linken Turm der Kirche gab es ein kleines Museum, welches auf Stockwerk 7 mit dem Aufzug zu erreichen war.

In diesem Museum fanden wir sehr schöne Gewänder, vergoldete Zepter und Schwerter und blutverschmierte Hemden, die Leute anhatten, als sie gerade hingerichtet wurden. Dafür gab es früher extra Hinrichtungshemden.

Gegen Mittag machten wir uns weiter auf den Weg, um die Stadt zu erkunden. Zusammen begaben wir uns dann in das Haus einer sogenannten „Nation“. Die „Nations“ sind eine Besonderheit der Studentengemeinschaft in Uppsala. Bis 2010 musste jeder Student Uppsalas sich einer „Nation“ anschließen. Zu welcher „Nation“ man gehörte, war abhängig davon, woher man kam. Jetzt ist die Mitgliedschaft in einer „Nation“ freiwillig und man kann sich aussuchen, welcher man sich anschließen möchte oder ob man gar kein Mitglied werden möchte. Wir haben die größte Nation, nämlich Norrland, besucht. Insgesamt gibt es 13 „Nations“ unterschiedlicher Größe in Uppsala. Die „Nations“ setzen sich vor allem für eine Verbesserung des Soziallebens der Studenten ein. So vermieten sie Wohnungen, bieten Mittagessen an und organisieren vor allem Parties.

Nach einem Mittagessen sind wir ins „Anatomical Theatre“ gegangen. Dies ist ein Saal, wo man im 17. Jahrhundert zusehen konnte, wie Leichen aufgeschnitten und untersucht wurden. Außerdem konnte man in dem Museum Ausstellungsstücke wie Mumien oder andere schwedische Errungenschaften sehen.

Am Ende dieses Tages hatten wir dann noch ein bisschen Freizeit, um durch die Stadt zu gehen, bis es dann wieder zurück mit dem Zug nach Södertälje ging.

Lukas Happe, Rebecca Held

 

Tag 3 – „Ein Tag Schüler in Schweden“

Am Freitag waren wir in der Schule und hatten Unterricht mit unseren Gastschülern. Die Schule ist mit 300 Schülern sehr klein, was daran liegt, dass man in Schweden neun Jahre lang die Grundschule besucht und dann erst auf die weiterführende Schule geht. Es gibt verschiedene Arten von Gymnasien in Schweden, z.B. naturwissenschaftliche Gymnasium oder Sportgymnasien. S:ta Ragnhild, unsere Partnerschule, ist ein naturwissenschaftliches Gymnasium und in Södertälje sehr gut angesehen. Meistens werden jeden Mittwoch Arbeiten geschrieben. In Schweden gibt es auch nicht so ein geordnetes Stundensystem wie bei uns. Der Stundenbeginn morgens ist für jede Klasse unterschiedlich und es ist nicht so streng wie in Deutschland. Nach dem Unterricht, so um 3 Uhr etwa, sind die meisten von uns zum Laserdom nach Stockholm gefahren.

Johanna Höper, Esther Meise

 

Tag 4 und 5 – „Das Wochenende“

Samstag durfte sich jede Familie ein eigenes Programm ausdenken.

Die meisten sind allerdings nach Stockholm in das Freilichtmuseum Skansen gefahren. Skansen ist eines der größten Freilichtmuseen der Welt mit alten Gebäuden aus ganz Schweden und es gibt dort viele skandinavische Tiere. Dort gab es Elche, Wölfe, Luchse, Füchse, Bisons, Eulen und Braunbären, die allerdings zur Zeit Winterschlaf halten. Man konnte auch die Hütten der Ureinwohner besichtigen. Die Angestellten waren traditionell gekleidet. Aber weil es am Samstag so kalt war, sind alle nicht so lange geblieben.

Danach haben sich alle in Gruppen eingeteilt. Manche waren essen, andere Schlittschuhfahren und wieder andere waren bei Rebecca, einer schwedischen Schülerin, und haben dort Karaoke und Just dance gespielt.

Inga Röttger, Maik Schwarze

 

Tag 6 – „Stockholm day mit Hindernissen“

Um 8:42 Uhr sollte der Zug nach Stockholm abfahren, doch den verpassten wir. Also nahmen wir den Zug danach. Schon auf der Fahrt nach Stockholm gab es mehrere Komplikationen. Auf unserer Strecke nach Stockholm gab es einen Unfall und deshalb blieb der Zug auf einmal stehen und alle mussten mit den Bussen weiterfahren. Verspätung war angesagt!

Als wir dann endlich in Stockholm angekommen waren, besuchten wir das Vasamuseum, in welchem ein Schiff aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt ist, welches bei seiner Jungfernfahrt in Stockholm gesunken ist. Als erstes bekamen wir eine kleine Führung durch das Museum, die etwas kürzer als geplant ausfiel, da durch unsere Verspätung viel Zeit verloren ging. Nach der Führung wurden wir in einen kleinen Raum, der aussah wie ein Kino, geschickt und haben dann noch mal einen Film über das gesunkene Schiff geschaut.

Nach dem Besuch in dem Museum fuhren wir mit einem ganz kleinen Boot einmal über den kleinen See zur anderen Seite der Stadt. Dort trafen wir uns mit den schwedischen Lehrern, die uns dann unsere Aufgaben für das Amazing Race gaben. Wir wurden in drei Gruppen aufgeteilt und jeder hatte eine andere Aufgabe zu lösen. Wir mussten uns auf die verschiedenen Stadtteile aufteilen und versuchen, unsere Aufgaben zu lösen, die darin bestanden, bestimmte Gebäude oder Personen zu finden. Durch dieses Spiel haben wir sehr viel von Stockholm gesehen und erfahren. Um 17:00 Uhr trafen wir uns dann alle wieder und sprachen den weiteren Ablauf ab. Die einen fuhren nach Hause, die anderen wollten noch etwas in Stockholm bleiben, um zu shoppen oder Souvenirs zu kaufen.

Ruth Sparmeier, Miriam Stiewe

 

Tag 7 – „Church Day“

Der Tag begann mit einem Treffen in der Schule mit Herrn Junge, wo jedoch viele fehlten, weil ihre Schweden eine Freistunde hatten. Daher war es auch schwierig, den Gewinner vom Amazing Race (siehe Tag 6) zu ermitteln. In der 2. Stunde konnten wir den schwedischen Unterricht kennenlernen, wovon wir wegen fehlender Schwedischkenntnisse allerdings nichts verstanden. Nach dem Mittagessen (11 Uhr morgens!) fuhren wir mit dem Bus nach Södertälje, um die katholische und eine evangelische Kirche zu besichtigen. Durch die katholische Kirche wurden wir von einem sehr netten, gut Deutsch sprechenden, schwedischen Pfarrer geführt. Nach den Besichtigungen gingen einige ins Tom Tits Museum, während andere sich in der Innenstadt aufhielten. Am Abend waren die einen mit ihren Schweden zum Abschlussessen beim Chinesen und die anderen zum Eishockeyspiel in Stockholm. Anschließend packten wir unsere Koffer, während unsere Schweden für den großen Test am nächsten Tag lernten. Dann brach unsere letzte Nacht an.

Anna Stork, Julia Swierkot

 

Tag 8 – „Tschüss Schweden!“

Am Mittwoch, den 01.02., war es dann soweit, der Abschied von einer wunderschönen Woche im kalten Schweden war gekommen. Nach einer letzten Busfahrt zur Schule verabschiedeten wir uns von unseren Austauschpartnern und fuhren mit dem Zug von Östertälje zum Flughafen nach Arlanda. Von dort aus flogen wir nach Köln/Bonn und dann mit dem Zug weiter zum Hauptbahnhof, wo wir wiederum problemlos mit dem Zug nach Brakel fuhren. Insgesamt hat uns die Woche in Schweden riesigen Spaß gemacht und wir würden sie auf jeden Fall nochmal wiederholen.

Louisa Walter, Hanna Wolf