„Lasst euch von dem, was hinter der nächsten Kurve liegt, überraschen!“

137 Abiturientinnen und Abiturienten des Gymnasiums erhielten im feierlichen Rahmen ihre Abschlusszeugnisse

„Ich wünsche euch ein häufiges Innehalten, Pausen, um die Beine zu vertreten, das Gespräch mit lieben Menschen, einen wohlwollenden Rückblick und dann: ein frohgemutes Weiterfahren mit einem tiefgreifenden Denken, Wissen und Verstehen sowie einem wertvollen Reichtum tiefgreifender Emotionen!“ Mit allen guten Wünschen verabschiedete gestern Schulleiter Dr. Friedhelm Molitor 137 Abiturientinnen und Abiturienten in einer würdevollen Feierstunde nach einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael.

„Das Gymnasium Brede, die Schulen der Brede, wünschen euch auf eurem weiteren Lebensweg alles Gute, viel Erfolg und Gottes reichen Segen. Möge euer Leben ein Weg mit vielen Wegstrecken sein, lasst euch von dem, was hinter der nächsten Kurve liegt, überraschen“, verdeutlichte Dr. Molitor, dass nun, da sich die Wege trennen, ein ganz neuer Lebensabschnitt vor den ehemaligen Schülerinnen und Schülern liege.

Insgesamt blickte der Schulleiter auf eine harmonische gemeinsame Zeit zurück, in der es auch Reibungspunkte gegeben habe, die es aber nicht verhindert hätten, dass man anschließend schnell wieder zueinander gefunden habe. Des Schulleiters Bilanz: „Ein guter Jahrgang – alles darunter: trocken, halbtrocken, lieblich, mit mehr oder weniger Promille, mit vielen Aromen: noch einmal: ein guter Jahrgang.“

Auch die Stufensprecher Lydia Paul und Robin to Roxel blickten auf die gemeinsame Zeit zurück: „Wir haben erlebt, wie aus Fünftklässlern, deren Entdeckergeist sich auf die kreative Gestaltung einer Gruselgeschichte beschränkte, innovative Erwachsene wurden.“ Was hervorgestochen habe, seien die Leistungen, die als Team erbracht wurden: Literaturaufführungen, anspruchsvolle Big-Band-Konzerte oder die unvergessene Show „Top, die Brede lacht…?!“. Robin to Roxel: „Wir können froh sein, dass so viele Talente in unserem Jahrgang – ob musikalisch, künstlerisch, technisch oder humoristisch – nicht verborgen blieben.“

Die Stufensprecher vergaßen in der Stunde des Feierns aber nicht der verstorbenen Mitschülerin Elisa Röttger zu gedenken: „Vor etwa einem Jahr wurde Elisa aus unserer Mitte gerissen. Auch sie hätte heute stolz über ihren Abschluss sein dürfen, wie wir hatte sie ihr Leben noch vor sich. Sie fehlt. Besonders denjenigen von uns, die ihr am nächsten standen“, sagte Lydia Paul zur Erinnerung an Elisa.

Gegen Ende ihre Rede blickten Lydia Paul und Robin to Roxel noch auf die besondere Atmosphäre innerhalb des Jahrgangs zurück: „Viele Dinge liefen immer wieder schief. Manch einer wollte in den vergangenen Jahren das Handtuch werfen, in den verschiedensten Situationen. Aber wir sind ein ums andere Mal wieder aufgestanden. Mit gegenseitiger Hilfe. Es ist wichtig, aufeinander zu achten. Und das hat sehr oft geklappt. Inmitten des bunten Haufens haben sich Freunde fürs Leben gefunden.“

Text und Fotos: Kai Hasenbein

Wir bedanken uns in diesem Zusammenhang ganz herzlich bei Alexa Mönnikes, die das große Abi-Gruppenfoto an der Klosterpforte erstellt hat! Eine Download-Version dieses Fotos wird in den kommenden Tagen bereitgestellt.

Bitte beachten Sie, dass die Galerie aus zwei Kartenkarten besteht!