Was kann ich? Und was will ich…?!

Kompetenzwerkstatt gastiert zum zweiten Mal am Gymnasium Brede

"Was kann ich? Und was will ich…?!" Unter diesem stärkenorientierten Ansatz führt das Gymnasium Brede nun zum zweiten Mal die Kompetenzwerkstatt durch. Die Klassen 8c, 9a, 9b und 9c durchlaufen in einem dreistufigen Verfahren einen Erlebnisraum zur Erarbeitung ihrer persönlichen Stärken, eine Betriebsexpedition zur Erkundung von Arbeits- und Berufsfeldern und eine Zukunftswerkstatt zur Planung weiterer Schritte in ihrer Berufswahlorientierung.

Neben connext communication, Fujitsu und fsb als Kooperationsbetriebe der Schule bieten auch Benteler, Vauth-Sagel, das Rathaus der Stadt Brakel und Goeken Backen aus Bad Driburg interessante Expeditionen für die Schülerinnen und Schüler an.

An einem gesonderten Elternabend am vergangenen Mittwoch haben auch die Eltern die Erlebniswerkstatt besucht. Dabei wurden sie durch die Schulsozialarbeiterin der Bredenschulen, Nicole Schröder, Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, Vertreterinnen der Hochschule OWL, der Personalleiterin von Fujitsu, Frau Schnurbus, und den durchführenden Mitarbeiterinnen der Kompetenzwerkstatt vom Sinus-Institut in Köln in die Zielsetzungen und Angebote der Kompetenzwerkstatt informiert.

Im Rahmen der Studien- und Berufswahlorientierung unserer Schule stellt die Kompetenzwerkstatt ein wichtiges Modul für die weitere Lebens- und Laufbahnplanung statt.

Im Mittelpunkt des Angebotes steht die Kompetenzwerkstatt, die aus drei aufeinander aufbauenden Veranstaltungselementen besteht. Das Projekt startet im ersten Element mit dem „Erlebnisraum“. Hierbei handelt es sich um ein Spielfeld mit verschlungenen Lebenspfaden und sechs für Beruf und Lebensplanung wichtigen Themenstationen. An diesen entdecken die Jugendlichen interaktiv ihre Stärken, Kompetenzen und Interessen und verbinden sie beispielsweise an der Station „Arbeitswelt“ mit passenden Berufsfeldern. An den Stationspunkten „Träume“, „Familie“, „Chancen“ und „Investitionen“ reflektieren die Schülerinnen und Schüler spielerisch ihre Zukunftsideen, verschiedene Lebensmodelle und wichtige anstehende Entscheidungen auf ihrem weiteren Lebensweg. Sie lernen außerdem, wo sie bei Bedarf Unterstützung und Beratung für ihre Berufsorientierung und Lebensplanung erhalten.

Im zweiten Teil gehen die Jugendlichen auf „Expedition“ in Betriebe. In Kleingruppen nehmen die Schülerinnen und Schüler unter die Lupe, welche Stärken und Anforderungen in den verschiedenen Arbeitsfeldern gefragt sind. Die Jugendlichen erforschen auch geschlechtsuntypische Berufsfelder und regionale Praktika- und Ausbildungsmöglichkeiten. Sie setzen sich außerdem unter dem Aspekt Chancengleichheit mit beruflichen Rahmenbedingungen auseinander, so z. B. mit den Angeboten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Im dritten Teil der Kompetenzwerkstatt präsentieren die Jugendlichen einander ihre vor Ort gesammelten Erfahrungen. Dort recherchieren sie weiter, welche beruflichen Chancen ihre Region bereithält und wie sie bei Bedarf Kontakt für ein Praktikum oder mit einer Beratungsstelle für Berufsorientierung oder Lebensplanung aufnehmen können.

Zum Abschluss diskutieren und dokumentieren die Jugendlichen die nächsten möglichen Schritte auf dem Weg ihrer Berufswahl und Lebensplanung. Weitere Information und Unterstützung finden sie hierfür z. B. bei einem Besuch im Berufsinformationszentrum, auf www.planet-beruf.de, www.berufenet.de sowie im Jugendportal der BZgA: www.loveline.de.

Auch Mütter und Väter sind aktiv in das Projekt eingebunden. Bei einem Informationsabend erfahren sie, wie sie ihre Tochter oder ihren Sohn mit Rat und Tat praktisch unterstützen können und lernen regionale Ansprechpersonen aus Beratungsstellen und Unternehmen kennen.

2012 wird „komm auf Tour – entdecke deine Stärken mit uns“ als Modellprojekt in 15 Kommunen in NRW umgesetzt. Wie das Projekt andere regionale Projekte zur Berufsorientierung und Lebensplanung ergänzen kann, stimmen die beteiligten regionalen Einrichtungen, Betriebe und Schulen vorab gemeinsam ab.

Text: Bärbel Lüttig; BZgA und Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit; Sinus Büro für Kommunikation GmbH