Erfolgreich an einer Alltagserleichterung für Sehbehinderte getüftelt

Drei Schüler des Gymnasiums berichten von ihren Erlebnissen beim Wettbewerb "Jugend forscht"

Am Wettbewerb "Jugend forscht" teilnehmen: Das haben sich bestimmt viele von euch schon einmal gewünscht. Auch wir, Nico Waldeyer, Christoph Dohmann und ich, David Waldeyer, kamen vor ungefähr zwei Jahren auf diese Idee. Im Rahmen der Mittagspausenangebote hatten wir drei zuvor schon länger den "Offenen Physikraum" besucht und dort Experimente durchgeführt. Frau Meier-Tokic brachte uns dabei auf die Idee am Wettbewerb "Jugend forscht" teilzunehmen und etwas Eigenes zu erfinden.

Unser Projekt sollte den Namen „Schlüssellochfinder für Sehbehinderte“ tragen, doch schnell stellte sich heraus, dass wir in der Schule nicht die technischen Mittel und das Wissen für die Umsetzung des Projektes hatten. Deshalb kam uns gemeinsam die Idee außerhalb der Schule nach Hilfe zu suchen und wir schrieben eine erste Email zur Firma FSB in Brakel. Nach dem ersten persönlichen Treffen stellte man uns für eine Stunde pro Woche Materialien und Gerätschaften zur Verfügung, die uns von Lutz Hendrich, einem Mitarbeiter aus der Elektronikabteilung, erklärt wurden. Er brachte uns schließlich auch einen großen Teil des theoretischen Hintergrundwissens bei, welches wir uns für das Projekt aneignen mussten, beschäftigte sich auch in der Freizeit mit dem Projekt und unterstützte uns, wo immer er konnte. Dafür möchten wir uns bei ihm herzlich bedanken!

Nach zwei Jahren hatten wir viel gelernt und unsere Idee verwirklicht – wenn auch ganz anders als anfangs erwartet: Mithilfe eines akustischen Ultraschallsignals, das vom Schloss ausgesendet und im Empfänger (einer tragbaren kleinen Box) wieder hörbar gemacht wird, kann die sehbehinderte Person mithilfe eines Kopfhörers das Schlüsselloch orten und so die Tür öffnen.

Am 2. Februar 2013 war es dann endlich soweit: Wir stellten unser Projekt in Paderborn bei „Jugend forscht“ vor und bekamen dort auch auf Anhieb einen 2. Preis im Bereich Technik.

Das ganze Projekt konnte natürlich nur aufgrund der Unterstützung durch Lutz Hendrich von der Firma FSB und von Frau Meier-Tokic realisiert werden. Auch auf diesem Wege noch einmal herzlichen Dank.

Bei „Jugend forscht“ teilzunehmen war für alle ein Erlebnis. Vielleicht wird unsere Erfindung einmal in der Praxis ihren Nutzen finden, wer weiß…

Text: Christoph Dohmann, Nico Waldeyer, David Waldeyer

Foto: Janina Kröger (Westfalen-Blatt)