Sally Perel schöpft aus seinen Lesereisen Kraft

"Hitlerjunge Salomon": Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 und des Berufskollegs lernten bewegendes Schicksal kennen

Ein gern gesehener Gast erwies unseren Schulen am gestrigen Dienstag wieder die Ehre: Sally Perel, dessen Autobiografie „Ich war Hitlerjunge Salomon“ als eine der außergewöhnlichsten des 20. Jahrhunderts gilt, berichtete in der vollbesetzten Aula unseren Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 9 und des Berufskollegs aus seiner faszinierenden Lebensgeschichte und von seinem Überlebenskampf als Jude im nationalsozialistischen Deutschland: Er rettete sein Leben nur deshalb, weil er sich als Deutscher ausgab und sogar der Hitlerjugend beitrat. Bewegend berichtete Perel von vielen Momenten, in denen sein Leben in höchster Gefahr war.

Auch im hohen Alter von 87 Jahren nimmt Sally Perel die beschwerlichen Reisen gerne auf sich: „Daraus schöpft er Kraft“, berichtete seine Mitarbeiterin, die vor der AulSally Perel 19022013a einen Stand mit Sally Perels Büchern betreute. Auch sonst liebe Perel den Austausch mit jungen Menschen, davon zeuge auch seine Facebook-Aktivität mit derzeit immerhin 10139 „Likes“. Auch die Verfilmung seiner Autobiografie hat Weltruhm erlangt, schaffte eine Oscar-Nominierung sowie eine Golden-Globe-Auszeichnung.

Text und Foto: Kai Hasenbein