Abiturienten des Gymnasiums halfen in Hochwassergebieten

"Möchten die Menschen mit ihrem Schicksal nicht alleinlassen" - Kreisstadt Bernburg war Einsatzgebiet

Schülerinnen und Schüler erfahren in ihrer Schulzeit viel Unterstützung – sei es durch Eltern, Lehrer und Mitschüler oder einfach durch aufmunternde Worte von Freunden und Bekannten, vor allem im Abitur. Auch die Menschen in den derzeitigen Krisengebieten an der Elbe haben Unterstützung nötig. Aus diesem Grund brach in der Nacht zu Mittwoch eine kleine Gruppe von Abiturienten des Gymnasiums Brede auf, um als „Fluthelfer“ in den betroffenen Gebieten die Menschen zu unterstützen. Mit dabei sind: Justus Höper (Organisator), Kai Schäfers (Organisator), Sebastian Beug, Annika Zimmermann, Lena Göllner, Loreen Marx, Evelyn Behre, Jonas Kleinjohann, Friederike Mischer und Simon Rieks.

Hochwasser_Bernburg_GruppenfotoneuEinsatzort war die Kreisstadt Bernburg, 40 km südlich von Magdeburg in Sachsen-Anhalt. Dort ist die Flutwelle bereits vorüber und das meiste Wasser wieder abgeflossen, jedoch muss eine Menge Aufräumarbeit geleistet werden.

Die Aktion würde über Facebook organisiert und innerhalb kürzester Zeit fand sich eine Gruppe zusammen, welche ein Teil der Unterstützung, die sie erfahren hat, nun an die Menschen in vom Hochwasser betroffenen Gebieten weitergeben möchte.

„Es werden eben nicht nur Feuerwehr, DLRG und andere Organisationen aufgerufen, sondern jeder. Und da bietet es sich doch jetzt für uns nach dem Abitur perfekt an zu helfen!“, sagt Justus Höper, einer der Organisatoren der Aktion. „Wir möchten den Menschen dort zeigen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine gelassen werden“, so Höper weiter.

Hochwasser_Bernburg_RadladerAuch hoffen die ehrenamtlichen Helfer darauf, dass ihre Aktion zeigt, dass man, obwohl man einige hundert Kilometer auseinander wohnt, trotzdem zueinander gehört und man sich helfen muss. „Wir würden uns doch schließlich auch freuen, wenn uns in einer solchen Lage Unterstützung von außen zur Hilfe käme“, betonte Höper vor Aufbruch in das Hochwassergebiet.

In den vergangenen Tagen überrollte das ganze Land eine Welle der Hilfsbereitschaft und Unterstützung, sei es durch direkte Hilfe in den Gebieten oder durch Spenden aus der Bevölkerung. Die Abiturienten können stolz darauf sein, einen Teil dieser Welle zu bilden.

Auch die Firma OBI aus Höxter hat geholfen. Sie spendete den Brakeler Abiturienten 15 Paar Handschuhe und Schaufeln.

Eines wird der Einsatz auf jeden Fall bewirken: das schöne Gefühl, dass es Menschen gibt, die anderen, die in Not geraten, helfen. Wir alle sollten Respekt haben vor dem Einsatzwillen der jungen Leute!

Text: Lukas Wöstefeld (Q2)