„Sicht- und ansprechbar in Glaubens- und Lebensfragen“

Pater Johannes Cornides ist seit einigen Wochen neuer Schulseelsorger an der Brede

Kräftig gewerkelt wurde in den vergangenen Monaten im Inneren des Rektorats. Doch bei aller baulichen Veränderung ist eines geblieben: Früher wie heute wird jeder, der das Hochparterre des Rektorates betritt, mit großer Herzlichkeit empfangen; früher wie heute ist jeder, der mit Sorgen und Nöten beladen ist, willkommen. Seit einigen Wochen ist Pater Johannes Cornides (45) nun als Nachfolger Rektor Hövelborns der neue Schulseelsorger der Schulen der Brede und verstärkt das Team im Rektorat, bestehend aus Schwester Maria-Theresia und Nicole Schroeder, die dort ebenfalls neue Büros bezogen haben.

„Ankommen“ heißt es für Pater Johannes nun in den nächsten Tagen und Wochen. Nach und nach füllen sich die Regalbretter des Büros, die Reißzwecke müssen noch an die Pinnwand geheftet werden, die Bibel ist natürlich längst an ihrem Ort. „Es ist eine Herausforderung – aber eine schöne!“, freut sich der Österreicher auf seine neue Aufgabe. Die Kinder und Jugendlichen seien die Kirche von morgen, da sei es umso wichtiger, „hier präsent zu sein“, betont er den besonderen Stellenwert der Schulseelsorge. Pater Johannes bringt für diese Aufgabe reiche Erfahrungen in der Kinder- und Jugendseelsorge mit.

„Der Seelsorger ist berufen, da zu sein, sicht- und ansprechbar zu sein in Glaubens- und Lebensfragen.“ Dabei gehe es um den ganzen Menschen, der wachse, sich entwickle und dabei auf Hindernisse stoße. Das soll aber keinesfalls heißen, dass sich Pater Johannes nur um die Schülerinnen und Schüler kümmern wird: Auch die Bediensteten und Eltern sind herzlich zum Gespräch eingeladen. Als modellhaft erscheint ihm dabei das neue Zentrum für Schulseelsorge und Schulsozialarbeit, da hier miteinander ein Gebäude geteilt und gemeinsam die besten Lösungen für jeden einzelnen Ratsuchenden gefunden werden. Helle Wände, freundliche Holztöne und angenehmes Licht begrüßen den Gast im Dienstzimmer und lassen ihn hier gerne verweilen. Die Abgeschiedenheit vom Trubel des Unterrichts und der Pausenhöfe sind ideal, um hier in Ruhe und vertraut über persönliche Angelegenheiten zu sprechen.

Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt sieht Pater Johannes in seiner Aufgabe als Priester und in der Spendung der Sakramente. Dabei werde die Vorbereitung der Eucharistiefeiern und der Wortgottesdienste mit Schülern und Lehrern einen großen Raum einnehmen.

Zwar hat sich der in München geborene Geistliche die Frage nach seiner Berufung schon recht früh gestellt, doch erst während seines Geschichtsstudiums wurde sie sehr konkret. Im Angesicht des Verlustes naher Verwandter erfuhr er den Trost und die Nähe Gottes durch dessen Wort. Bis zum Eintritt in die „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ sollte es aber noch eineinhalb Jahre dauern: Während eines einwöchigen Gastaufenthalts in der Gemeinschaft gab ausgerechnet am letzten Tag des Besuches das Tagesevangelium (Matt. 9, 37-38) den entscheidenden Impuls: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter, sagte Jesus zu seinen Jüngern. Bittet darum den Herrn, dass er noch mehr Arbeiter schickt, die seine Ernte einbringen.“ Nun stand der Entschluss fest, wenngleich Pater Johannes sein Geschichtsstudium zunächst noch beendete. 1994 schloss sich das Theologiestudium an, am 30. Juni 2001 wurde Pater Johannes in Wien zum Priester geweiht. Heute lebt er im Haus der „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ in Bad Driburg neben dem Gymnasium St. Xaver, wobei sich die Mitglieder der Gemeinschaft übrigens sehr über Besuch freuen (Informationen unter: www.seligpreisungen-baddriburg.de).

Zu folgenden Zeiten ist Pater Johannes in seinem Dienstzimmer im Rektorat erreichbar:

  • Montag von 9 Uhr bis 10 Uhr sowie von 11 Uhr bis 13 Uhr
  • Mittwoch von 10 Uhr bis 12.20 Uhr
  • Donnerstag von 10 Uhr bis 12.20 Uhr
  • Freitag von 10 Uhr bis 13 Uhr

Weitere Gesprächstermine sind nach Vereinbarung möglich. Falls Pater Johannes zu den Sprechzeiten nicht angetroffen wird, ist ein Aufenthalt im Lehrerzimmer wahrscheinlich.

  • Email: pater.johannes@schulen-der-brede.de
  • Telefon: (05272) 3916-142
  • Mobil: 01520-9829617

Text und Foto: Kai Hasenbein