Mit 130 Jugendlichen den Alltag der Bundeswehr erkundet

Unsere Schülerin Caroline Krätzig (Q1) berichtet von ihrer Teilnahme am "133. Jugendpressekongress"

Ein Wochenende lang die Bundeswehr erleben, das durfte ich als Teilnehmerin des „133. Jugendpressekongress“ der Young Leaders GmbH in Dresden. Zu Gast in der dortigen Offiziersschule des Heeres konnten 130 Jugendliche und ich den Alltag der Soldaten und Offiziere begleiten. Doch Bundeswehr? Zu Anfang hatte ich kein wirklich gutes Bild von dieser Institution im Kopf… 48 Stunden und viele Gespräche später sah dies schon ganz anders aus.

Viele möchten in ihrem Leben Aufstiegschancen haben, Abwechslung in ihrem Alltag und Verantwortung übernehmen. Zudem wäre eine gute Bezahlung angebracht – und die Sicherheit, nicht irgendwann „mit leeren Händen“ dazustehen, auch nicht schlecht. Sich wohlfühlen in einem Team und echte Kameradschaft bei den Kollegen mitzuerleben: Dann ist der Beruf keine schwere Arbeit mehr, sondern etwas, auf das man sich am Sonntagabend schon freut.

Genau solche Punkte habe ich von Offizieren und Soldaten erfahren. Der Bundeswehr gehören zwei eigene Universitäten in München und in Hamburg. Hier kann man vieles studieren.

Janika Papke, Leutnant an der Offiziersschule Dresden, hat beispielsweise Bildungs- und Erziehungswissenschaften bis zum Master in Hamburg studiert. Verantwortung für andere hat sie ebenfalls getragen. Als Gruppenführerin habe sie ihr Wissen an zwölf Soldaten weitergegeben und sie so im Truppenpraktikum ausgebildet. „ So früh Verantwortung zu übernehmen und die Erfolge zu sehen, war einer der Höhepunkte meiner bisherigen Laufbahn“, erzählt sie stolz.

Zurzeit dienen 110.000 Soldaten im Heer der deutschen Bundeswehr. Um einer von ihnen zu werden, braucht man nicht viel. Soziale Kompetenzen, besonders Teamfähigkeit, sind hier gefragt. Außerdem ist eine gute Fitness hilfreich und der Wunsch nach neuen Herausforderungen sollte bestehen. Diese Punkte erzählt mir Daniel Halupka. Er ist Hauptfeldwebel und seit 15 Jahren bei der Bundeswehr. Auf 18 Dienstmonate in Auslandseinsätzen kann er bereits zurückschauen. Dabei verbindet er nicht nur negative, sondern auch positive Gedanken mit dieser Zeit. „Wenn man hungrigen Menschen Essen geben oder Kindern mit einem Ball eine riesige Freunde machen kann, dann ist das ein großartiges Gefühl“.

Wer über eine Karriere bei der Bundeswehr nachdenkt, kann dies in drei Bereichen tun: Heer, Marine und Luftwaffe. In jedem Fall muss man aber 17 Jahre alt sein, die gesetzliche Schulpflicht erfüllt haben und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

Text: Caroline Krätzig; Foto: Bundeswehr