Diesmal stand die Welt der Computerspiele im Fokus

Angehende Medienscouts absolvierten die nächste Ausbildungseinheit in Paderborn

Anfang November fuhren die angehenden „Medienscouts NRW“ mit Katharina Meyer als Praktikantin, Frau Huesmann und Frau Schroeder nach Paderborn zum 3. Ausbildungstag. Hier standen die Computerspiele im Mittelpunkt. Wer meint, Sarah, Mona, Thorben und Tobias hätten den ganzen Tag „gezockt und gedaddelt“, der liegt falsch.

Sicherlich kennen sie das ein oder andere Spiel. Es geht aber vielmehr darum, sich mit der Faszination an Computerspielen auseinanderzusetzen. Die Basisinformationen, der Faktencheck und die Nutzungsmotive durften natürlich auch nicht fehlen: Welche Spiele sind ab wann und aus welchem Grund freigegeben. Als Stichwörter sind hier „USK und „PEGI“ zu nennen. Zudem wurden auch die problematischen Aspekte und ernst zu nehmenden Themen „Computersucht, Medienabhängigkeit und Gewalt“ beleuchtet. In Gruppenaufgaben ging man an Fallbeispielen den Fragen nach, ob ein Computerspiel süchtig oder gewalttätig machen kann; in gemischten Gruppen setzten sich die Jugendlichen mit dem Pro und Contra von Computerspielen auseinander.

Die Aufgabe der Medienscouts könnte es sein, Fragen wie die folgenden zu beantworten: Gibt es überhaupt so etwas wie eine „Computerspielsucht“? Woran man sie gegebenenfalls erkennen? Ist das Spielen von Gewaltspielen wirklich nur harmloser Spaß? Haben die Kritiker Recht, dass viele Gewalttaten tatsächlich auf den Konsum von Mediengewalt zurückzuführen sind?

Es geht nicht um „die Spieler und die Computerspiele“, sondern man muss die Games im großen Gesamtbild und in der gesamten Lebenswelt der jungen Menschen sehen und hier den individuellen Blick und den Perspektivwechsel nicht scheuen.

Zum Abschluss gab es für jede/n Teilnehmer/in einen Schlüsselanhänger als Dankeschön für das Engagement.

Text: Nicole Schroeder