Konflikte schlichten, Vorbild sein und sich sozial engagieren

23 Schülerinnen und Schüler schlossen Ausbildung zum Fahrzeugbegleiter ab

Am Montag, 2.Februar 2015, und Dienstag, 3. Februar 2015, wurden an den Schulen der Brede die ersten Fahrzeugbegleiter ausgebildet. An der ersten Ausbildung nahmen insgesamt 23 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis Q1 von der Realschule, dem Gymnasium und dem Berufskolleg teil. Diese Schülerinnen und Schüler hatten sich für die Fahrzeugbegleiterausbildung gemeldet, da sie Mitschülerinnen und Mitschülern bei Konflikten an Bus und Bahn helfen, ein Vorbild für jüngere Schülerinnen und Schüler sein, sich sozial engagieren und neue Kompetenzen erwerben wollten.

Die Fahrzeugbegleiterausbildung wurde von dem Förderverein „„Uptoyou! Bus&Bahn machen Schule“ e.V. angeboten und von der Referentin Christina Pörtner durchgeführt. Außerdem begleitete der Polizist Wolfgang Steinwachs die angehenden Fahrzeugbegleiter und stand bei rechtlichen Fragen und Verkehrsfragen zur Verfügung.

Für die Ausbildung hatte Christina Pörtner einige Spiele vorbereitet, um die angehenden Fahrzeugbegleiter, die unterschiedliche Jahrgangsstufen und sogar unterschiedliche Schulformen besuchen, zu einer Gruppe werden zu lassen und sie zudem auf Kompetenzen als Fahrzeugbegleiter hinzuweisen und vorzubereiten.

Des Weiteren zeigte Christina Pörtner einen Film über aktuelle Situationen und Konflikte in Bussen, welche die Schülerinnen und Schüler anschließend analysieren sollten, um zu erkennen, welche zukünftigen Aufgaben auf die angehenden Fahrzeugbegleiter zukommen werden.

Eine weitere wichtige Kompetenz der Fahrzeugbegleiter ist das Reden in „Ich-Botschaften“, da sie die Täter in Bus und Bahn so nicht angreifen und zusätzlich provozieren, somit gereizte Antworten vermeiden und die Täter dadurch vermutlich kooperativer und einsichtiger sein werden, wodurch eine Konfliktlösung erleichtert werden kann.

Um das erlernte Wissen auch umsetzen zu können, wurde von dem Busunternehmen „Pollmann Reisen“ für den zweiten Ausbildungstag ein Bus zur Verfügung gestellt, in dem die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen Rollenspiele zu vorgegebenen möglichen Problemsituationen im Bus ausarbeiten und anschließend vorstellen sollten. Dieses zeigte den Fahrzeugbegleitern, wie sie das gelernte Wissen in die Praxis umsetzen und zum Beispiel „Ich-Botschaften“ gezielt einsetzen können.

Außerdem erarbeiteten die Fahrzeugbegleiter mit der Referentin Regeln, an die sie sich zwingend halten müssen, wie zum Beispiel ein freundliches, aber bestimmtes Auftreten, die Vorbildfunktion, aber auch die Bedingungen niemanden anzufassen, nicht aufdringlich zu sein, sein Amt nicht auszunutzen, sich selbst nicht in Gefahrzu bringen und Straftaten immer bei dem Busfahrer oder der Polizei zu melden.

Um die Fahrzeugbegleiterausbildung abzuschließen, wurde eine Feedbackrunde durchgeführt, in der alle Beteiligten ihre Eindrücke der vergangenen Tage mitteilten und über ihr neu erworbenes Wissen berichteten.

Die neu ausgebildeten Fahrzeugbegleiter sind ab sofort im Einsatz und werden sich bis zu den Osterferien in der Unterstufe vorstellen, damit die Mitschüler und Mitschülerinnen sich bereits einige Gesichter einprägen können und erfahren, an wen sie sich in Problem- und Konfliktsituationen wenden können.

Text und Foto: Darline Redottée (Praktikantin Schulsozialarbeit)