Schwester Karoline Mayer zu Gast an der Brede

Erlebnisbericht über die Arbeit als Ordensschwester

Schwester Karoline Mayer, die über Jahrzehnte eine enge Beziehung zu Brakel und dem Berufskolleg Brede hat, besuchte auf Einladung von Hubertus Roland die Schulen der Brede, um über ihre erlebnisreiche Zeit als Ordensschwester in Chile zu berichten. In der voll besetzten Aula hörten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und der Q1 des Gymnasiums, sowie der Klassen des Beruflichen Gymnasiums, der Fachoberschule und der Höheren Handelsschule des Berufskollegs aufmerksam und interessiert den Ausführungen Karolines zu.

Sie erzählte von den Anfängen ihrer Zeit als Ordensschwester in Santiago de Chile, den Problemen mit den Menschen des Armenviertels Recoleta, aber auch von den Fortschritten in der Zusammenarbeit der Mütter dieses Viertels, mit denen sie gemeinsam eine Suppenküche eröffnete. Mit viel Empathie vermittelte sie den Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen, wie sie sich z.B. als Krankenschwester für die sehr kranken Kinder einsetzte. Dabei erzählte Karoline von den katastrophalen Lebensumständen der Menschen in Recoleta. Eine wichtige Erkenntnis für sie sei es gewesen, dass Kinder ein Recht auf Essen hätten und dieses auch einzufordern. Ebenso hätten Kinder ein Recht auf Bildung. Dies führte dazu, dass sie im Laufe der vielen Jahre Kindergärten, ein Berufsbildungszentrum, eine Krankenpflegschule sowie ein Gesundheitszentrum in Chile gründete. Heute hat Karoline ihre ambitionierten Tätigkeiten mit Hilfe von vielen Helfern, auch aus Deutschland, auf Bolivien und Peru ausgeweitet.

Mit ihrer Freude an der Arbeit wusste Karoline die Schülerinnen und Schüler zu begeistern, vor allem, als sie spontan ein kurzes Gebetslied mit den Anwesenden einübte. So sangen dann alle gemeinsam: „Tengo un amigo que me ama y su nombre es Jesús.“ – Ich habe einen Freund, der mich liebt und er heißt Jesus.

Schwester Karoline dankte im Namen der Jugendlichen aus Chile, Peru und Bolivien für die Spenden der Schülerinnen und Schüler der Brede.

Abschließend beantwortete Schwester Karoline noch Fragen aus dem Plenum und die 80 Minuten waren wie im Flug vergangen.

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