Kein Glatteis in Prag

Weitere Neuigkeiten vom diesjährigen Pragaustausch


Zu dieser Erkenntnis kam die Gruppe des Pragaustausches bei der Besichtigung der O2-Arena.  Auf dem ehemaligen Gelände der Produktionsstätte für Lokomotiven der Tschechischen Nationalbahn wurde die Arena, ein Zeichen des Strukturwandels,  von 2002 bis 2004 errichtet. Die Arena ist Austragungsstätte der ersten Eishockeyliga. Eishockey ist in der Tschechischen Republik beliebter als Fußball. Zum Beginn der Tour durch die Arena staunte die Gruppe nicht schlecht, es war keine Eisfläche zu sehen, über die sonst in atemberaubender Geschwindigkeit der Puck hinwegfegt.

Stattdessen war ein mannstarkes Team dabei, die Kulissen mit schier endlosen Kabelleitungen, Lautsprechertürmen und Projektionsflächen für einen Computerspiele-Wettbewerb vorzubereiten. Die zuständige Eventmanagerin der O2-Arena führte die Gruppen über die verschiedenen Ebenen: Zuschauertribünen, VIP-Bereiche,  Party- und Sky-Boxen. Diese Multifunktionsarena zeichnet sich durch eine kurze Umbauzeit von sechs Stunden aus, um von einem Eishockeyspiel zur Vorbereitung eines Konzerts umzustellen. (z. B. Madonna-Konzert am 05. November)

Im weiteren Verlauf der Woche stand ein dunkler Teil der deutsch-tschechischen Geschichte auf dem Programm, die Gruppe besuchte das Deportationslager Theresienstadt und die von den Nationsozialisten im Zweiten Weltkrieg ausgelöschte Ortschaft Lidice.

Ferner waren für die gesamte Austauschgruppe die Besichtigung des jüdischen Stadtviertels Josefov, ein Rundgang durch die Alt- und Neustadt, eine Führung durch das Wallenstein-Palais (Senat), eine Stippvesite zur Deutschen Botschaft und ein gemeinsamer deutsch-tschechischer Abend weitere sehr interessante Programmpunkte.

Text und Foto: Claudia Aldenhoff und Ingo Emmerich