Über die Privatisierung der Wasserversorgung engagiert debattiert

Update: Brede nahm am "Erasmus+"-Projekt zum Thema "Wasser" in Griechenland teil

Nachdem unsere internationale „Erasmus+“-Reisegruppe eine detaillierte Vorstellung der unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten von Wasserkraft bekommen und die Erinnerung an den Energieerhaltungssatz aus dem Physikunterricht aufgefrischt hatte (siehe Beitrag vom 14. April 2016), besuchte sie am Mittwoch die Lagune von Mesolongi und das dortige Salzwerk. Hier präsentierten die Schüler selbst vor einer Kulisse aus riesigen, weißen Salzbergen noch souverän ihre Posing- und Selfie-Künste. Diskussionen entbrannten lediglich bezüglich der Frage, wer den 25 kg Sack Speisesalz, den wir im Anschluss an unseren Besuch geschenkt bekamen, auf dem Rückflug noch in den Koffer quetschen muss.

Ein beeindruckendes Erlebnis hatten wir auch am darauffolgenden Tag in Olympia, wo wir einer sehr informativen und enthusiastisch vorgetragenen Führung durch das Museum und über der berühmten „Spielplatz der Götter“ beiwohnen konnten, welche selbstverständlich von einem olympischen Wettlauf der sportlich ambitionierten Schüler gekrönt wurde. Der Gewinner erhielt, wie schon im Jahre 500 vor Christus, neben einem originalen Olivenkranz auch ewigen Schüler-Ruhm. Nebenbei konnten wir sogar vor Ort bestaunen, wie Mitglieder des olympischen Kommittes das Entzünden des Feuers für die anstehenden Olympischen  Spiele probten – ein Ereignis, das man nächste Woche perfekt geprobt weltweit medial bestaunen kann.

An unserem letzten gemeinsamen Tag konzentrierten sich unsere Energien auf die Vorbereitung und Durchführung der geplanten CLIL-Activities, während der unsere Schüler souverän auch in die Lehrerrolle schlüpften, um jüngere Mitschüler spielerisch mit dem Thema der nachhaltigen Wassernutzung vertraut zu machten. Dabei wurden bei Experimenten zum Thema des Wasserverbrauchs beim Händewaschen die wissenschaftlich-analytischen Fähigkeiten der Schüler gefordert. Sehr emotional wurde es dann am gemeinsamen Abschieds-Abend, den Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam begingen und nach bewegenden Dankesreden und musikalischen Leckerbissen schließlich zum originär griechischen Sirtaki-Tanz gebeten wurden.

Doch was macht nun den besonderen Reiz dieses internationalen Projektes mit all seinen Unternehmungen und Aktivitäten aus? Sind es der enorme inhaltliche Wissenszuwachses und die außerordentliche Förderung der eigenen Sprachkompetenz? Oder besteht der Sinn gar in der Erweiterung des individuellen Blickfeldes und der kritischen Reflexion persönlicher Ansichten und Einstellungen? Wahrscheinlich hat alles seine Berechtigung. Doch wenn man die teilnehmenden Schüler fragt, so werden sie mit glänzenden Augen davon berichten, welche Freundschaften sie mit gleichaltrigen Jugendlichen aus Griechenland, Belgien oder Spanien geschlossen haben.

Mehr Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie auf der offiziellen Website des Projekts: http://www.4sustainable.eu/index.php/home

„Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.“

Text: Jelena Gorczynski

Fotos: Wolfgang Hentschel

 

Lesen Sie im Folgenden den ersten Bericht, der am 14. April 2016 erschienen ist:

Das deutsche Team des „Erasmus+“-Projektes in Patra sendet uns herzliche Grüße! Schon am vergangenen Samstag ist die Delegation nach einer planmäßigen Reise ohne Verzögerungen mit Flug von Paderborn nach München und von München nach Athen wohlbehalten in Griechenland angekommen.

Der Stopover in Athen war ein voller Erfolg. Samstagnachmittag bis Sonntagnachmittag hatte das Team die Gelegenheit, die wichtigsten Athener Sehenswürdigkeiten kennenzulernen.

Nach dem Einchecken im „Akropolis View Hotel“ besuchte das deutsche Team noch allein die Athener Innenstadt mit Monastiraki-Platz, Ermoustraße (Einkaufsstraße von Athen), Plaka (die mit einem Labyrinth von idyllischen Straßen durchzogene Altstadt), Flohmarkt und vielem mehr, bevor sie, geführt von unserem griechischen Kollegen Leonidas Tourlas (er und seine griechische Schulen hatten am vorherigen Comenius-Projekt zusammen mit der Brede teilgenommen), in einer echten griechischen Taverne ein landestypisches Menü genießen konnte. Nach dem langen Tag fielen die Bredenschüler erschöpft ins Bett.

Erster Programmpunkt des unter dem Thema „Wasser“ stehenden Projekts am Sonntag war der Wachwechsel vor dem griechischen Parlament am Syntagma-Platz. Anschließend standen weitere Sehenswürdigkeiten, u. a. das Panathinaiko-Stadion, Schauplatz der ersten olympischen Spiele der Neuzeit (1896), auf dem Programm. Am Nachmittag erfolgte dann der Höhepunkt der Athenbesichtigungen (zusammen mit den inzwischen angereisten belgischen, spanischen und griechischen Teams): die Akropolis mit ihren beeindruckenden antiken Stätten und dem fantastischen Blick über Athen. Das Akropolis-Museum rundete das Programm ab. Schließlich ging es noch am Abend nach Patra, der eigentlichen Projektstadt.

DSC03959Am Montag fanden zunächst Kennenlernspiele statt, bevor es gleich zur Sache ging: In einer in den Heimatländern sorgfältig vorbereiteten Debatte über die Privatisierung der Wasserversorgung einer Stadt leisteten die Teilnehmer hervorragende Arbeit in der Fremdsprache (siehe Foto links). Kommunikationssprache über den gesamten Projektzeitraum ist Englisch.

Die von der griechischen Projektschule ausgezeichnet organisierten Tage setzten sich am Dienstag mit Besuchen eines Wasserkraftwerkes, einer Wassermühle sowie des „water house“, des Odeons und der Burg von Patra von. Die Teilnehmer arbeiteten während der Besichtigungen intensiv an vorbereiteten Arbeitsblättern.

Die Schüler sind begeistert von den Tagen und sehen den weiteren Programmpunkten mit großer Erwartung entgegen.

Teilnehmer der Brede sind: Sara Brecker, Oliwia Jarzynka, Lea Brautlecht, Mona Dessin, Johannes Blanke und Richard Trogisch. Als begleitende Lehrer sind Frau Gorczynski und Herr Hentschel dabei.

Der Link zur offiziellen Website des Projekts:

http://www.4sustainable.eu/index.php/home

„Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.“

Text und Fotos: Wolfgang Hentschel