„Klagemauer“ lädt zur Konzentration auf sich selbst ein

Einen Augenblick in sich gehen und horchen, was der Körper sagt, das auf einen kleinen Zettel schreiben und diesen in eine der Fugen der Mauer stecken: Ein ganz besonderes Angebot zur Fastenzeit im Foyer unserer Schule möchte unser „Bufdi“ Ruben Fritsche an dieser Stelle vorstellen.

„Liebe Schulgemeinschaft, seit dem Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen. In der Fastenzeit steht für uns häufig der Verzicht im Vordergrund. Doch warum soll ich überhaupt fasten, welchen Zweck hat es für mich? Ja, der Sinn des Fastens ist etwas aus den Augen geraten, denn das Fasten soll uns helfen, den Fokus für die eigentlich wichtigen Dinge neu zu bekommen. Dabei kann es helfen, das eine oder andere Mal den Fernseher oder den Laptop aus zu lassen, um stattdessen die Zeit mit Freunden an der frischen Luft zu verbringen. Der Verzicht auf Süßigkeiten kann Unterstützung sein, die eigene Lebensqualität wieder wertzuschätzen oder zu bemerken, wie gut es uns geht und das andere vielleicht nicht so viel haben.

Bei der Wahl unseres „Fastengegenstandes“ ist allerdings darauf zu achten, was wir für uns wählen. Hier kommen nämlich einige an den Punkt, an dem sie sagen, es müsse nicht noch mehr Selbstzurückhaltung sein.  Und auch das bedeutet Fastenzeit! Denn Fastenzeit heißt auch, fern ab von Verzicht und Sparsamkeit, Konzentration auf sich selbst.

Zu dieser Art des Fastens möchten wir euch in diesem Jahr einladen. Mit der Klagemauer im Foyer habt ihr die Möglichkeit all die Dinge aufzuschreiben, die euch im Moment beschäftigen. Ganz egal ob Bitten, Fragen, Bedenken, Wünsche oder einen Dank, den ihr loswerden wollt.  Einzige Voraussetzung: Einen Augenblick in sich zu gehen und zu horchen, was dir dein Körper sagt, das auf einen kleinen Zettel schreiben und ihn in eine der Fugen der Mauer stecken.

Neben der Klagemauer steht außerdem eine Schale mit Sprüchen. Jeden Tag erwartet euch ein neuer Impuls, zu dem ihr eingeladen seid, ihn auf euch wirken zu lassen.

Dieses Angebot besteht in der ganzen Fastenzeit. Ihr könnt es jederzeit nutzen und auch andere einladen es wahrzunehmen.

Uns allen wünsche ich eine gesegnete Fastenzeit!“

Ruben Fritsche (Text und Foto)