„Stolz und Vorurteil“: Donnerstag zweite Vorstellung

Nach einer bemerkenswert spielfreudigen und überaus gelungenen Premiere am vergangenen Montag präsentiert der Theaterkurs der Q1 am Donnerstag, 22. Juni, in der Aula der Schulen der Brede um 19 Uhr das Stück „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen ein zweites Mal. Karten können im Vorverkauf weiterhin erworben werden!

Zum Stück: Manchmal ist es ein langer Weg, bis zusammenkommt, was zusammengehört. In Jane Austens Roman hat die Liebe einige Hindernisse zu überwinden, die sich fast ausnahmslos aus den gesellschaftlichen Bedingungen des viktorianischen Zeitalters ergeben: Lizzy Bennet und ihre Schwestern müssen heiraten. Und zwar möglichst wohlhabende Männer. Das ist Mutters erstes Ziel und sie setzt alles daran, damit das auch klappt, egal, ob die Mädchen die Heiratskandidaten lieben oder nicht. Wie eine Mutter so etwas tun kann? Nun, in erster Linie aus Sorge, da eine Frau am Anfang des 19.  Jahrhundert nicht viel wert ist und erst durch die Ehe zu einem anerkannten Mitglied der Gesellschaft wird. Besonders tragisch ist es, dass die Bennets nur Töchter haben und Frauen nach den gesetzlichen Bestimmungen das Familienerbe nicht antreten können, so dass Mutter und Töchter auf der Straße landen, wenn der Vater dereinst verstirbt. Da muss dann eben ein Mann her – komme, was wolle.

Zum Glück leben die Bennets in einem Roman, und da gibt es natürlich liebenswerte, reiche und schöne Herren in der Nachbarschaft. Aber sie zu ergattern, wird nicht leicht.

Für Probleme sorgen Stolz und Vorurteile, denn die Bennets gehören nicht zur gehobenen Gesellschaft und aus Sicht der Lady Catherine de Bourgh kommt ein einfaches Bennetmädchen für ihren Neffen Mr. Darcy als Ehefrau natürlich gar nicht in Frage. Und Mr. Darcy seinerseits versteht gar nicht, wieso sein Herz ihm da was anderes sagt. Deshalb benimmt er sich so arrogant, dass seine Herzensdame ihn aus verletztem Stolz zum Teufel jagt. Ach, und seinem Freund rät er obendrein auch noch von Lizzys Schwester ab, was das Unglück der Bennets komplett macht. Ob da noch ein Happy End möglich ist?

Text: Sabine Teichert

Fotos: Kai Hasenbein