In der eigenen Freude an Benachteiligte gedacht

Absolventen der Brede spenden zum Abschied über 1000 Euro

Durch die bestandene Abschlussprüfung eröffnen sich für insgesamt 246 Absolventen des Gymnasiums, der drei Bildungsgänge des Berufskollegs und der Realschule gute Zukunftschancen. „Es ist uns wichtig, unserer Dankbarkeit und Freude über unseren erreichten Abschluss mit Kindern und Jugendlichen zu teilen, die es vielfach schwerer haben und für die eine Schul- oder Berufsausbildung nicht selbstverständlich sind“, begründeten die Absolventen ihren Aufruf zur Kollekte in den Abschlussgottesdiensten.

Chantal Sturm, Lars Köllinger, Aleyna Cetin, Sophia Niemann, Schwester Johanna, Hubertus Roland, Maximilian Tenge und Carla Rochell (v.l.) bei der Spendenübergabe.

Am letzten Schultag vor den Sommerferien konnte der Betrag von 1106 Euro stellvertretend an Hubertus Roland und Schwester Johanna überreicht werden, denn zu gleichen Teilen fließt das Geld in zwei Projekte: Einmal soll weiterhin die Arbeit von Sr.  Karoline Mayer und der Stiftung „Fundacion Cristo Vive“ unterstützt werden. Während ihres Besuches an den Schulen der Brede im Juni 2017 hatte Schwester Karoline den Schülerinnen und Schülern das Internat Musuj K´anchay (Neues Licht) in Bella Vista (Bolivien) vorgestellt. Es ermöglicht 50 jungen Menschen aus weit abgelegenen Provinzen Boliviens, in der angrenzenden Berufsschule eine Ausbildung als Schreiner, Mechaniker, Industrieelektriker, Landwirt oder Erzieher zu absolvieren und dem Teufelskreislauf der Armut zu entkommen.

Die andere Hälfte des Geldes geht an den Notre-Dame-Kindergarten in Timisoara in Rumänien. Hier sollen Kindern aus benachteiligten Familien der Besuch des Kindergartens und ein warmes Mittagessen ermöglicht werden, denn nach Aussage von Schwester Alvera, die dem Orden der Armen Schulschwestern angehört, würden diese Kinder aus armen Familien ohne Bildung auch in der nächsten Generation immer nur zu den Armen und Ausgegrenzten gehören.

Text: Annette Lücht

Foto: Kai Hasenbein