Verdiente Kolleginnen und Kollegen feierlich verabschiedet

An den Schulen der Brede sind zum Schuljahreswechsel einige verdiente Kolleginnen und Kollegen verabschiedet worden. Schulleiter Matthias Koch dankte ihnen für ihren zum Teil jahrzehntelangen Einsatz.

Eine neue Funktion in der Leitung des Ordens übernimmt nun Schwester Maria-Theresia Knippschild. Damit hat die letzte unterrichtende Ordensschwester unsere Schule verlassen.

Aufgewachsen im Kreis Höxter erlernte Maria-Theresia Knippschild zunächst den Beruf der medizinisch-technischen Assistentin. Erst nach ihrem Eintritt in den Orden studierte sie in München die Fächer Deutsch und katholische Religionslehre. Ihr Referendariat leistete sie ab 1995 am Gymnasium Brede. Seither ist sie im Schuldienst und besonders in der Schulseelsorge tätig gewesen.

Mit großem Engagement setzte sie in all den Jahren immer wieder neue Impulse, um den Schülerinnen und Schülern Gelegenheiten zu bieten, sich mit dem christlichen Glauben auch kreativ und praktisch auseinander zu setzen. Sie gestaltete zusammen mit den Fachkollegen und den Eltern des Arbeitskreises Schulseelsorge zahlreiche Gottesdienste, geistliche Impulse und jugendgerechte Aktivitäten im liturgischen Jahreskreis. Der von ihr eingerichtete „Raum der Stille“ ganz oben im Bredenturm wird auch heute noch gern genutzt.

Auf ihre Anregung hin bewarben sich die Schulen der Brede erfolgreich um das Siegel „Faire Schule“. Dabei geht es um die Schaffung eines größeren Bewusstseins unter den Schülerinnen und Schülern für faire Handelsbeziehungen und Produkte und mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit den Ressourcen dieser Erde. Durch eine Zusammenarbeit mit außerschulischen kompetenten Partnern wurden auch im Unterricht verschiedener Fachrichtungen solche Initiativen aufgegriffen und so langfristig wirksam. Beim traditionellen Weihnachtssingen verzichten wir seither bewusst auf Liederzettel in Kopien.

Schwester Maria-Theresia gründete den „Shalom-Club“ an der Brede. Die beteiligten Schüler und Schülerinnen setzen sich z. B. bei Spielenachmittagen mit Flüchtlingskindern oder Kuchenverkäufen für wohltätige Zwecke und für Menschen in Not ein. Den spontanen Ideen der Schülerinnen und Schüler begegnete Schwester mit großer Offenheit und Begeisterung und setzte sie dann mit ihnen tatkräftig um. Kein Wunder also, dass das Licht abends in ihrem Büro oft noch lange brannte!

Einen enormen Teil ihrer Zeit verwendete Schwester Maria-Theresia auf die Zusammenstellung des Schulkalenders mit Übersichten über Termine in allen drei Schulformen. Demzufolge kannte sie sich extrem gut aus in allen innerschulischen Zweigen und konnte Hilfe suchenden Kollegen sofort beistehen. Sie half bei der Erstellung der Willkommenshefte für Eltern und deren Kinder in den Jahrgängen 5 und EF und las den Bredenbrief Korrektur, bevor er in den Druck ging.

Auch die Zusammenarbeit mit der örtlichen Pfarrgemeinde St. Michael und mit dem Paderborner Bischof Hans-Josef Becker war ihr ein wichtiges Anliegen. Schwester Maria-Theresia begleitete alljährlich z. B. die Annennovenen für Kinder und Jugendliche. Die Sternsinger unterstützte sie, indem sie sie zunächst in den Klassen 5 und 6 für diese Aktion begeisterte und ihnen am Dreikönigstag zur Stärkung eine warme Mahlzeit in der Mensa der Brede organisierte. Ihr großes Talent zu organisieren zeigte sich auch darin, dass sie vielen Schülergenerationen die Teilnahme an der Domwallfahrt in Paderborn und an Tagen religiöser Orientierung ermöglichte.

In all ihrem Engagement standen das Wohl der Schulen der Brede und die Bewahrung des Erbes der Armen Schulschwestern stets im Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit. Wir danken Schwester Maria-Theresia für ihren jahrelangen unermüdlichen Einsatz. Sie hinterlässt – wie man sehen kann – eine große Lücke im Schulbetrieb. Schön zu wissen, dass sie im Kloster Brede weiterhin ein Zimmer und ein Büro hat und auch Brakel wieder besuchen wird.

 

Ebenfalls die Schule verlassen hat Frau Ursula Goltsche, die seit 1983 an unserer Schule tätig war. Frau Goltsche unterrichtete die Fächer Erdkunde und Sport. Im Fach Sport galt ihre besondere Leidenschaft der Leichtathletik, was sich auch darin ausdrückte, dass sie über viele Jahre hinweg eine Leichtathletik-AG an der Schule leitete. Im Fach Erdkunde hat sie viele Schülergenerationen im Erdkunde-Leistungskurs zum Abitur geführt. Immer hat sich sehr für das Wohl der ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler eingesetzt und die vielen Aufgaben an der Schule stets außerordentlich zuverlässig und kompetent erledigt. Sehr betroffen waren wir, als wir von ihrer schweren Erkrankung erfuhren. Umso mehr freuen wir uns mit ihr, dass es ihr gesundheitlich inzwischen so gut geht, dass sie wieder viele Pläne für ihren verdienten Ruhestand schmieden kann.

 

Auch Herr Karl-Heinz Junge hat mit Erreichen der Pensionsgrenze seinen Dienst an den Schulen der Brede beendet. Herr Junge hat seit 1982 die Fächer Biologie und Englisch unterrichtet. Den Aufbau des bilingualen Bildungsgangs am Gymnasium Brede hat Herr Junge maßgeblich mitgestaltet. Auch die Bewerbung um das begehrte Siegel „Europaschule“ hat er wirkungsvoll unterstützt. Sein besonderes Interesse galt auch den verschiedenen Austauschfahrten der Schule. Darin hat er immer ganz besondere Lerngelegenheiten gesehen, die er unbedingt unterstützen wollte. So hat er für den bilingualen Bildungsgang einen Schwedenaustausch mit der Verkehrssprache Englisch ins Leben gerufen, der sich bis heute einer besonderen Beliebtheit bei Schülern und Lehrern erfreut.

 

Hiltrud Niebecker.

„Au revoir – Auf Wiedersehen“ sagen wir unserer Kollegin Hiltrud Niebecker, die seit 1983 die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, des Berufskollegs und der Realschule Brede nicht nur für die Schönheit der französischen Sprache begeisterte, sondern auch deren Bedeutsamkeit in Wirtschaft und Kultur vermittelt hat. Mit gleichem Engagement arbeitete Hiltrud Niebecker in ihrem zweiten Fach, Geschichte, und setzte sich im Berufskolleg dafür ein, dass das Seminar „Wiederholt sich die Geschichte? – Faschismus – Rechtsextremismus – Antisemitismus – Gewalt“ fester Bestandteil des Schulprogramms des damals noch eigenständigen Berufskollegs wurde. Ferner motivierte sie das Kollegium und die Schülerschaft des Berufskollegs, sich aktiv für das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ einzusetzen und unseren Herrn Erzbischof, Hans-Josef Becker, als Paten zu gewinnen. Ebenfalls lag unserer Kollegin die Weiterentwicklung der Schule am Herzen und zusammen mit unserem Kollegen Wilfried Wollweber implementierte sie die Einführungstage für die neuen Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs. Ihre Vielseitigkeit stellte sie unter anderem als erfolgreiche Regisseurin dreier unvergesslicher Theateraufführungen des Literaturkurses des Wirtschaftsgymnasiums unter Beweis. Als ehemalige Schülerin des Gymnasiums in Arnsberg, das ebenso wie die Schulen der Brede von den Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau geleitet wurde, fühlte sie sich auch als Lehrerin den Anliegen der Schwestern stets verbunden. Wir danken Hiltrud Niebecker für ihre 34-jährige Tätigkeit an den Schulen der Brede und wünschen ihr für den nun beginnenden „Unruhestand“ alles Gute.

 

Ganz herzlich möchten wir uns auch bei Herrn Bernd Krzewitza bedanken, der nach seiner Pensionierung als Lehrer am Gymnasium St. Xaver in Bad Driburg für mehr als drei Jahre einige Stunden als Musiklehrer an unserer Schule gearbeitet hat. Insbesondere im Unterricht der Klavierklasse hat sich Herr Krzewitza sehr wohl gefühlt. Durch seine den Schülern zugewandte Art konnte er dieser modernen Form des Musikunterrichtes an unserer Schule neue Impulse geben.

 

Für ein Jahr hat Herr Andreas Reinold das Fach katholische Religionslehre an unserer Schule unterrichtet. Wir sind ihm dankbar, dass er ganz kurzfristig zur Vertretung wegen eines Engpasses in diesem Fach eingesprungen ist. Wegen seiner reichhaltigen Ausbildung – Herr Reinold arbeitet auch als Therapeut im Bereich Trauerarbeit – konnte er seinen Unterricht auch durch diese Kompetenzen und Erfahrungen sehr bereichern.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen verabschiedeten Kolleginnen und Kollegen für die geleistete Arbeit an den Schulen der Brede und wünschen ihnen für ihre weitere Zukunft alles Gute und Gottes Segen!

Text: Matthias Koch

Fotos: Maria Frese; Kai Hasenbein

Schulleiter Matthias Koch (r.) verabschiedete zum Schuljahreswechsel zum Teil langjährig tätige Kolleginnen und Kollegen (v.l.): Schwester Maria-Theresia, Andreas Reinold, Ursula Goltsche sowie Karl-Heinz Junge. Es fehlen: Hiltrud Niebecker und Bernd Krzewitza.