„Maria Theresia Gerhardinger hat Unvergleichliches geleistet“

Brede feiert Patrozinium mit dem Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode

Die Tische, an denen unsere Schülerinnen und Schüler sonst über Mathematikaufgaben und Geschichtstests brüten, bogen sich heute Morgen wieder unter den Köstlichkeiten aller Art: Einmal im Jahr ruht der Unterricht für einige Stunden - und es wird zu Ehren unserer Schulpatronin Maria Theresia Gerhardinger Patrozinium gefeiert.

Der Ehrengast des Festtages reiste sogar eigens aus Osnabrück an: Der Bischof des gleichnamigen Bistums, Franz-Josef Bode, feierte mit der Schulgemeinschaft einen Gottesdienst. Vermittelt hatte den Besuch unser ehemaliger Schulleiter: Dr. Molitor und Bischof Bode besuchten als Schüler dieselbe Stufe am Paderborner Theodorianum.

Vor 32 Jahren wurde die Ordensgründerin Maria Theresia Gerhardinger seliggesprochen, deshalb versammeln sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Gäste in jedem Jahr, um an diesen besonderen Tag zu denken: „Maria Theresia war eine großartige Frau, die Unvergleichliches geleistet hat“, würdigte Bischof Bode die Schulpatronin der Brede während seiner Predigt. Die Saat, die sie ausgestreut habe, habe sich über die ganze Welt ausgebreitet. Auch an der Brede werde ihr Erbe weitergeführt.

Da in diesem Jahr ein „kleines“ Patrozinium angestanden hat, erfolgte in der zweiten Stunde ein Frühstück in allen Klassen und Kursen.

Einen authentischen und zugewandten Bischof erlebten rund 150 Oberstufenschülerinnen und -schüler des Berufskollegs und des Gymnasiums in der anschließenden Diskussionsrunde in der Aula. Die Schülerinnen und Schüler wollten nicht nur wissen, warum sich Bischof Bode für das Priesteramt entschieden hat und wie schwer ihm der Verzicht auf eine eigene Familie fiel – sie waren vor allem an der Frage interessiert, wie sich die Kirche nach Ansicht Bodes in den nächsten Jahren weiterentwickeln werde. Hier äußerte der Bischof die Hoffnung, dass die Kirche die Veränderungen der Gesellschaft als Chance begreifen werde. Die Kirche müsse die Sehnsüchte der Menschen ernster nehmen und ihnen zuhören. Nur so könne sie in Zukunft vermitteln, dass Jesu Botschaft eine zutiefst menschliche Botschaft sei.

Text: Kai Hasenbein und Dr. Martina Aufenanger

Fotos: Kai Hasenbein