Pilger auf ihrem Weg nach Lourdes unterstützt

Schulsanitäter der Brede beteiligen sich an der 38. Wallfahrt der Generationen

Eine Jugendgruppe der Malteser aus dem Kreis Höxter, in der sich auch einige unserer Schulsanitäterinnen und -sanitäter engagieren, beteiligte sich kürzlich an der „38. Wallfahrt der Generationen“ nach Lourdes. Lesen Sie im Folgenden den Bericht des Diözesanreferenten der Malteser für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Frank Kaiser:

Lourdes berührt: Man spürt es an der tiefen Frömmigkeit der Gläubigen. Man spürt es am geduldigen Hoffen derer, die mit ihren Sorgen und Nöten vor die Gottesmutter Maria treten. Und Lourdes verbindet: Menschen aller Altersklassen, gesunde Pilger und Menschen in Krankheit und mit Behinderungen – sie alle sind Ende März, bei der Malteser Pilgerfahrt der Generationen, zu einer großen Glaubensgemeinschaft zusammengewachsen.

Lourdes, Südfrankreich. Es ist Freitag, der 23. März. Rund 30 Stunden sind sie bereits unterwegs, da fährt gegen 15 Uhr der große Pilgerzug der Malteser in den Bahnhof von Lourdes ein. Ein grauer, bedeckter Himmel empfängt die Pilger der 38. Wallfahrt der Generationen aus dem Erzbistum Paderborn – doch noch hält sich das Wetter.

Nicht einmal zwei Stunden später sind die Hotels bereits bezogen und die Glocken läuten zur Eröffnungsmesse. Hier, in der Rosenkranzbasilika, mitten im Heiligen Bezirk, beten sie erstmals gemeinsam: 870 Pilgerinnen und Pilger sind in diesem Jahr mit den Maltesern unterwegs. Mit dem Sonderzug, zwei Flugzeugen und einem Bus sind sie angereist. 82 Menschen mit Behinderungen und in Krankheit gehören zur Pilgergruppe. Menschen, die ohne Hilfe eine solche Reise nicht antreten könnten. Mit dabei sind auch 157 Kinder und Jugendliche. Es ist diese bunte Vielfalt, die die „Pilgerfahrt der Generationen“ seit Jahren und Jahrzehnten so einzigartig macht.

Mit von der Partie ist auch eine Jugendgruppe aus dem Kreis Höxter. Daheim engagieren sie sich als Schulsanitäter an Schulen in Neuenheerse, Brakel und Höxter sowie in der Malteser Jugend. Hier, im Marienheiligtum, wollen sie älteren Menschen helfen. Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Viele mitgereiste Senioren können – und wollen – kurze Wege noch selbst zu Fuß zurücklegen. Bei allen weiteren Strecken nehmen sie gern die Hilfe der jungen Malteser an. Leyla Kangal, Marie Lütkefend, Anne Spiegelberg, Lara Lohr, Justin Schelp, Robert Peters, Antonia Johlen, Tobias Kreutzmann und Morten Kampelmann schieben Rollstühle, stützen und begleiten Pilger. Sie sorgen dafür, dass die Senioren möglichst viele Gottesdienste besuchen können. Und damit tun sie das, was Malteser seit vielen Jahrhunderten tun: sie helfen Pilgern auf ihrem Weg.

Am Vormittag des Palmsonntags fiebern die Pilger dem Höhepunkt der Wallfahrt entgegen. Auf dem großen Platz vor der Rosenkranzbasilika haben sich tausende Menschen versammelt. Doch Petrus meint es nicht gut mit den Pilgern: erste Regenschauer gehen nieder. Und so recken die Pilger in diesem Jahr mindestens ebenso viele Regenschirme wie Buchsbaumzweige in die Höhe. Doch die Stimmung kann das kaum trüben.

Weihbischof Hubert Berenbrinker resümiert auf der Rückfahrt im Pilgerzug: „Ich bin sehr angetan von der Wallfahrt. Vor allem von der Zusammensetzung der Teilnehmer unterschiedlichen Alters, die zu einer tollen Gruppe zusammengewachsen sind. Auf dieser Wallfahrt kann man erleben, wie man sich Kirche und Gesellschaft wünscht: Dass einer für den anderen da ist. Ich habe viele engagierte junge Christen kennengelernt, mit Freude am Glauben, mit guten Ideen.“

Bildunterschrift:

Halfen Pilgern in Lourdes: (v.l.) Justin Schelp (Höxter), Robert Peters (Willebadessen), Antonia Johlen (Höxter), Tobias Kreutzmann (Lichtenau-Kleinenberg), Leyla Kangal (Fürstenberg), Mentor Dr. Norbert Kurowski (Höxter), Marie Lütkefend (Marienmünster), Anne Spiegelberg (Höxter), Lara Lohr (Boffzen) und Morten Kampelmann (Höxter).

Frank Kaiser
Diözesanreferent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit