Selbstgebaute Rakete flog hoch über die Bredenwiesen

Nachwuchsforscher stellten ihren Wettbewerbsbeitrag vor

„5, 4, 3, 2, 1 …und los!“ – So hieß es jetzt zu Beginn des Schuljahres in der MINT AG: Friedrich Wenisch und Julian Eßer, die mit einer selbstgebauten Rakete kurz vor den Sommerferien am Freestyle Physics Wettbewerb teilgenommen hatten, stellten ihren experimentierfreudigen Mitschülern aus den Jahrgangsstufen 7-10 ihre Erfindung vor.

Bei dem Wettbewerb war nach zündenden Ideen gefragt worden: Ein Geschoss aus einer PET-Flasche durfte höchstens 1 Liter Wasser enthalten und sollte mit max. 5 bar Druckluft gefüllt sein, möglichst hoch steigen und lange in der Luft bleiben. Diese Aufgabenstellung war für die beiden Forscher eine interessante Herausforderung: Friedrich und Julian entwickelten eine Abschussrampe, in die sie die Flasche dicht eindrehen konnten, versahen das Geschoss mit einem Sensor, der beim Sinken über einen Motor für das Entrollen einer an der Flasche befestigten Leine sorgte, die dann wiederum das Öffnen des Fallschirmes bewirken sollte.

Beim Wettbewerb in Duisburg hatte sich der Fallschirm leider nicht geöffnet; vom Üben war wahrscheinlich einfach der Akku überlastet gewesen, so vermuten die Forscher heute. In der MINT AG vor interessiertem Publikum an der Brede hingegen gelangen beide Flugversuche sofort und wie man am Film erkennen kann, war sowohl die Höhe als auch das Öffnen und Herabschweben durchaus beeindruckend. Bei uns reichte das Gelände hinter dem Bredenwald dann auch nicht – die Rakete flog bis weit in die Wiesen!

„Spaß hat es gemacht“, resümierten nicht nur Julian und Friedrich, sondern heute auch die jüngeren Schüler, die den Raketenstart miterleben konnten. Und wer weiß – vielleicht entwickeln die Mitschüler ja im nächsten Jahr eine neue Alternative, wenn der Wettbewerb wieder startet.

Die Schüler der MINT AG 7-10 haben jedenfalls viele Pläne und forschen mittwochs in der Mittagspause immer wieder an neuen interessanten Knobelaufgaben. Interessierte Mitschüler sind herzlich willkommen!

Text: Birgit Niemann