MINT-EC ermöglichte Besuch der „Frankfurt SCHOOL“

Bezahltes Hotel, bezahltes Essen, zwei Tage schulfrei und dafür eine der besten privaten Wirtschaftsuniversitäten in Deutschland besuchen. Aber wie funktioniert das? Das MINT-EC Netzwerk hat dies ermöglicht. Da die Schulen der Brede Mitglied dieses Netzwerks sind, konnte ich, Julius Hachemeyer aus der G13, vor einigen Wochen an dem Camp „Frankfurt SCHOOL meets MINT-EC“ teilnehmen.

Das Treffen begann mit einer Vorstellung der Universität und es folgte eine Mathevorlesung. Das Thema der Vorlesung war Operation Management, welches für ein Unternehmen sehr wichtig ist. Es geht um Planung der zukünftigen Bestellungen und die daraus resultierenden Umsätze und Gewinne. Außerdem um Wahrscheinlichkeiten, wie sich die Nachfrage der Kunden entwickeln wird. Nach einer Zeit am Markt kann man mit Erfahrungswerten rechnen. Aber welche Daten legt man dann beim Erobern neuer Märkte oder Gründen eines Unternehmens zugrunde? Ein unberechenbares und deshalb sehr interessantes Thema.

Im späteren Teil des Tages haben ein paar Studenten mit uns genau das ausgeführt, was wir in der Vorlesung gelernt haben. Es ging um eine Optimierung in der Kantine der Universität. Wir haben mehrere Teams gebildet und jedes Team hat sich mit einem Studenten an die Aufgabe gewagt. Danach haben alle vorgetragen und die Ergebnisse verglichen. Die Aufgabe allein war schon sehr anspruchsvoll, dann auch noch Personen aus ganz Deutschland kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und eine Menge interessante Gespräche zu führen, war höchst interessant und sehr lohnenswert.

Am Abend im Hotel angekommen, haben wir uns in einem Raum versammelt und mehrere Kennlernspiele gespielt. Es war ein sehr lustiger und informativer Tag, mit vielen netten Menschen.

Den nächsten Tag in der Universität haben wir mit einem Planspiel zum Führen eines Unternehmens verbracht. Vertreter des Unternehmens BTI kamen extra für uns aus Stuttgart zu Besuch. Als diese uns erzählen, dass sie das Spiel auch schon einmal mit dem Vorstand von Siemens gespielt haben, fand ich es schon faszinierend, bevor wir anfingen es zu spielen. In dem Spiel waren wir in Teams eingeteilt und waren Produzent für bestimmte Teile, die wir selbst festgelegt haben. Wir haben alle Aufträge bekommen, mussten diese buchen und am Ende des Jahres eine Schlussbilanz aufstellen. Am beruflichen Gymnasium habe ich schon viel über die Thematik gelernt und so konnte ich viel in die Gruppe einbringen.

Insgesamt war die kurze Reise nach Frankfurt sehr interessant und weiterbildend, aber hätte noch ein wenig länger sein können. Ich finde es schade, dass ich das vielfältige Angebot der MINT-EC-Camps erst jetzt genutzt habe.

Julius Hachemeyer (G13)