„Sie erhalten ein großartiges Erbe!“

Professor Dr. Henri Ménudier warb für das europäische Miteinander

Für die Europaschule Brede ist der alljährliche Europatag am 9. Mai ein wie in Stein gemeißelter Termin. Er wird allenfalls verschoben, wenn der eigentliche Termin auf ein Wochenende fällt. Wenn aber nun die Feierlichkeiten zum Europatag auf den 11. Februar vorgezogen worden sind, dann muss schon etwas ganz Besonderes vorgelegen haben. Und genau so ist es auch gewesen: Mit dem Ehrengast Prof. Dr. Henri Ménudier durften Schulleiter Matthias Koch und Europa-Koordinatorin Kathrin Mattern einen ausgewiesenen Experten zum Thema Europa begrüßen.

Auf Initiative der Brakeler Gruppe der Bürgerbewegung „Pulse of Europe“ hält sich Professor Ménudier derzeit im Kreis Höxter auf, um an verschiedenen Orten für ein europäisches Miteinander zu werben. Rainer Pauli, Sprecher der Brakeler Gruppe, nutzte zu Beginn der Veranstaltung für die Q1, Q2 und G13 die Gelegenheit, für das „Pulse of Europe“-Anliegen zu werben: „Wir sind eine Bewegung, die nicht gegen, sondern für etwas steht: ein vereintes und demokratisches Europa.“ Schulleiter Matthias Koch betonte, dass die Schulen der Brede die „Pulse of Europe“-Initiative nachdrücklich und engagiert unterstützen möchten: „Wir dürfen Europa nicht denen überlassen, die am lautesten schreien.“

Henri Ménudier rief zu Beginn seiner Ausführungen den Anwesenden das „große Geschenk“ ins Bewusstsein, das die Europäer seit nunmehr 74 Jahren genössen: den Frieden. Da dieser aber nicht vom Himmel gefallen, sondern durch das Engagement von Menschen geschaffen worden sei, erinnerte Ménudier an die große Verantwortung, die die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nun trügen: „Sie erhalten ein großartiges Erbe, das Ihre Eltern und Großeltern aber erst ermöglicht haben“, so der Politikwissenschaftler, der als Professor an der Sorbonne, Autor, Produzent und Experte in Funk und Fernsehen bekannt geworden ist.

Insbesondere die deutsch-französische Freundschaft sei als große Errungenschaft anzusehen: „Es gibt keine zwei Länder, die ihre Zusammenarbeit so eng gestaltet haben.“ Umso schlimmer sei es, dass die Europäische Union derzeit von zahlreichen Krisen geplagt sei. Professor Ménudier sieht die EU sogar an einem Scheideweg und zeigte den Schülerinnen und Schülern sehr eindrucksvoll die aktuellen inneren und äußeren Gefährdungen auf.

Unser Gruppenfoto zeigt (v.l.) Rainer Pauli (Sprecher „Pulse of Europe“ in Brakel), Schulleiter Matthias Koch, Prof. Dr. Henri Ménudier, MdL Matthias Goeken, Werner Hoormann, Wolfgang Hentschel (beide „Pulse of Europe“), Kathrin Mattern sowie Claus Dietrich („Pulse of Europe“).

Text und Fotos: Kai Hasenbein