Jetzt heißt es „Daumen drücken“

Gymnasium mit vier Arbeiten beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht"

Vier Schüler und eine Schülerin des Gymnasiums Brede stellen sich am kommenden Samstag dem Regionalwettbewerb "Jugend forscht" im Paderborner HNF.  Mit ganz unterschiedlichen Arbeiten aus den Bereichen Geo- und Raumwissenschaften, Physik, Biologie sowie Mathematik/Informatik wollen die Nachwuchsforscher dabei überzeugen. Die MINT-Koordinatorin der Schulen der Brede, Birgit Niemann, freut es dabei besonders, dass drei der vier Beiträge aus Facharbeiten oder aus dem Drehtürprojekt der Schule erwachsen sind.

Lena Wolf (Q1), die ihre Forschungen im Rahmen einer Facharbeit im Fach Physik betreibt und von der Hochschule OWL betreut wird, geht der Frage nach, ob man aus der Richtung und Geschwindigkeit von Verkehrsflugzeugen Windrichtungen ableiten kann. „Klima, Mobilität, Energieverbrauch: Ihr Projekt vereint die drängenden Fragen unserer Zeit“, würdigt Birgit Niemann Lenas Engagement. Die Berechnungen könnten sogar zum energieeffizienteren Fliegen beitragen. Schon beim Wetterballon-Projekt der Brede habe Lena großes Engagement gezeigt, zudem habe sie an einem MINT-EC-Workshop zum Thema „Mobilität in der Zukunft“ teilgenommen.

Jan Ahlemeyer (Q2) hat sich im Rahmen seiner Facharbeit in Biologie mit dem Thema „CRISPR/Cas9″ – DER Einschnitt in die Zukunft?!“ befasst.  „Jan hat sich schon früh für die gentechnische Veränderung von Organismen interessiert und hierbei vor allem auch ethische Fragen betrachtet“, so Birgit Niemann. Um sich ein klareres Bild von der Arbeitsweise mit der noch relativ neuen Entdeckung der „Genschere“ CRISPR/CAS9 machen zu können, hat er sich um ein Praktikum an der Uni Gießen bemüht, dort Gerstenembryonen gentechnisch verändert und dies durch Fluoreszenz nachgewiesen. Sein Vorgehen sowie seine weiterführenden Überlegungen hierzu stellt er bei „Jugend forscht“ vor.

Lukas Güthoff (Q2), seit vielen Jahren Mitglied der MINT-AG der Brede, forscht zum Thema „Ziffernerkennung durch Künstliche Intelligenz“ in den Fächern Mathematik und Informatik. Sein längerfristiges Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie handgeschriebene Listen mit einer riesigen Anzahl von Zahlen automatisch eingelesen werden können. Die Idee hierzu kam ihm durch die Arbeit seines Vaters, denn dabei entstehen beim Ausmessen von Baumstämmen besagte Listen. „Für das Einlesen der Listen habe ich eine Künstliche Intelligenz programmiert, die in der Lage ist, diese Zahlen nicht mehr als Bild, sondern als Zahl selbst auszugeben“, beschreibt Lukas seine Arbeit. Dieses sei für die Automatisierung jenes Prozesses von elementarer Bedeutung.

Die jüngsten Teilnehmer der Brede sind Joshua Schrick und Noah Spiegelberg (beide EF): Ihr Thema  „Messen von Kräften mit Dehnungsmessstreifen“ aus dem Fachbereich Physik erwächst aus dem diesjährigen Drehtürprojekt. Sie versuchen durch Veränderung eines Messtreifens, der durch das Anhängen unterschiedlicher Gewichte verschieden stark ausgelenkt – also gedehnt – wird, Spannungsänderungen reproduzierbar aufzuzeigen. „Nach vielen experimentellen Schwierigkeiten zeigen sich jetzt noch immer praktische Probleme, die sie sukzessive lösen wollen. Sie sind sehr motiviert und stellen ihren Beitrag als Zwischenergebnis ihrer Untersuchungen vor“, lobt Birgit Niemann den Forscherdrang der beiden EF-Schüler.

Foto: Vertreten das Gymnasium Brede beim diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Paderborn (v.l.): Joshua Schrick, Jan Ahlemeyer, Lukas Güthoff, Lena Wolf sowie Noah Spiegelberg.

Foto: Kai Hasenbein

Text: Kai Hasenbein und Birgit Niemann