Kooperationsvertrag mit dem Diözesanmuseum geschlossen

Eine neue Kooperation haben am gestrigen Donnerstag das Erzbischöfliche Diözesanmuseum und die Schulen der Brede vereinbart: Künftig werden beide Partner gemeinsam Kultur- und Bildungsangebote entwickeln und umsetzen. Schulleiter Matthias Koch hat den Kooperationsvertrag gemeinsam mit Domprobst Joachim Göbel und Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann unterzeichnet.


Den Auftakt der Zusammenarbeit wird die neue Sonderausstellung „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“ bilden; die Konzepte für die Projekte werden gemeinsam von der Museumspädagogin Britta Schwemke und der Fachschaft Kunst der Brede erarbeitet. „Dies ist eine großartige neue Möglichkeit von Vernetzung und Bildungsarbeit, die sowohl für beide Institutionen als auch für die Schülerinnen und Schüler ein Gewinn ist“, ist Schulleiter Matthias Koch überzeugt.

Raus aus dem Kunstraum und rein in das Museum: Unter diesem Motto werden ab sofort die 9. Klassen des Gymnasiums und der Realschule die Reise über die Egge antreten, sodass alle Schülerinnen und Schüler beider Abteilungen einmal in ihrer Schullaufbahn von der Kooperation profitieren werden. Inhalte der Projekte könnten beispielsweise regelmäßige Museumsbesuche, Projekttage, Kreativworkshops oder berufsorientierende Angebote zum Kennenlernen musealer Berufe sein.

Auch Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann ist begeistert: „Das Museum ist ein wunderbarer außerschulischer Lernort, denn hier bündeln sich auf lebendige Weise Kunst und Handwerk mit Geschichte, Kreativität und Gegenwart. Doch auch wir als Institution können von den Jugendlichen lernen und in verschiedenen Bereichen neue Ideen und Anregungen aufnehmen.“ Eine Schulkooperation sei eine gute Möglichkeit, Jugendliche mit den Inhalten des Diözesanmuseums in Berührung zu bringen. Stiegemann weiter: „Wenn der Erstkontakt nicht entsteht, wird es später auch nicht mehr vermisst.“

Domprobst Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbistum Paderborn, ergänzte: „Es ist wichtig, dass ein Museum nicht nur ein Tresor ist, an dem man vorbeigeht. Es soll deutlich werden, dass hier Zeugnisse ausgestellt sind, in denen Menschen ihren Glauben ausgedrückt haben.“

Maria Frese, Koordinatorin für Kultur an der Brede, freut sich darauf, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern mit der Kunst in einen Dialog zu treten: „Ausstellungen bieten ganz andere Möglichkeiten der Identifikation, eine ganz eigene Intensität.“ Das unterstrich auch Professor Stiegemann: „Trotz aller Digitalisierung: Erst das Original setzt die Menschen in Bewegung!“

Kai Hasenbein