Brucht und Bibelgarten bieten ein Klassenzimmer im Grünen

In den Medien wird viel über Unterricht an der frischen Luft gesprochen – für die MINT-Gruppen in der 8R ist das nichts Neues. Wenn es um den Themenkreis „Wasser“ geht, dann ziehen die Schülerinnen und Schüler ihre Gummistiefel an und waten in der Brucht direkt hinter dem Schulhof. Es wird gekeschert, ganz genau hingesehen und unter die Lupe genommen: „Köcherfliegenlarven mit und ohne Köcher, Bachflohkrebse und Dreieckskopf-Strudelwürmer sind Nachbarn an der Brede, die man bisher noch gar nicht gekannt hat“, erzählt auch Mia, die schon zur Voruntersuchung mit der Lehrerin in der Betreuungszeit an der Brucht war, ganz begeistert.

„In diesem Jahr ist es dort ganz besonders schön“  berichtet Frau Niemann, die regelmäßig den Bredenwald und die Brucht für Biologie vor Ort nutzt. „Mit dem Steinkreis im Bibelgarten haben wir nun ein richtiges grünes Klassenzimmer, in dem wir uns zur Auswertung zusammenfinden können – ganz nah an den Lebewesen und mit etwas Abstand zueinander.“  Sich dann digital weiter zu informieren und über die Anpassung an die Strömung im Wasser, die Atemtricks und den Nahrungsbeziehungen diesen Lebewesen per Arbeitsblättern und Rechercheaufgaben auf die Spur zu kommen, sind dann Aufgaben, die die Schüler mit nach Hause nehmen, um dann im Unterricht in der nächsten Stunde wieder vor Ort die Gewässergüte der Brucht bestimmen zu können. „Und dann setzen wir uns wieder draußen im Kreis auf Abstand zusammen“, kommentiert Frau Niemann mit einem Augenzwinkern.

Fotos: Johannes Oesselke