Die Mint-AG der Mittelstufe ist kurzzeitig umgezogen

„Dass wir uns in der Schule nicht treffen können, heißt ja nicht, dass wir uns nicht sehen!“ Das war den Mitgliedern der MINT-AG der Mittelstufe schon ganz schnell klar. Und da alle gern Neues ausprobieren, war es diese AG, mit der es die ersten Zoom-Treffen gab – als es noch keiner souverän konnte und Bild und Ton wackelig in den Zimmern der Schüler installiert waren. Trotzdem hat es sich etabliert, das wöchentliche Treffen.

So wie sonst in „Frau Niemanns Zweitwohnung in der Schule“ (so nennen die Schüler die Chemiesammlung) treffen sich nun alle im Büro zu Hause. Zusammen kommen dabei Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 7 bis Q2, der Mailverteiler enthält 14 Adressen und es sind in wechselnder Zusammensetzung immer 6-8 Schüler da – „so viele passen gut mit Bild aufs Dienst-IPad“, schmunzelt Frau Niemann. Und wie sonst in der MINT AG Mittagspause werden Angebote vorgestellt, Schüler beraten, wenn es um MINT EC-Zertifikate oder die Teilnahme an Wettbewerben geht, konkrete Tipps ausgetauscht.

Gesprochen wird aber auch über die Erfahrungen und Probleme in der Coronazeit – und es werden konkrete Pläne gemacht: So nehmen in der kommenden Woche sechs der Schülerinnen und Schüler an einem digitalen StratoLab-Workshop von zu Hause aus teil – jeder für sich und irgendwie eben doch alle gemeinsam als Gruppe aus der MINT-AG. Dass es nicht möglich sein würde, mit den neuen MINT-iPads in einzelnen Räumen der Schule gemeinsam unterwegs sein zu können, musste erst diskutiert werden, aber Aktionen dieser Art überbrücken die Zeit, bis die ersten Treffen in der Schule stattfinden können, „bis wir dann wieder richtig experimentieren können“!

Darauf warten auch Schüler der Differenzierungskurse und der Erweiterungsstunden: Bei einigen Projektarbeiten, die gerade abgegeben werden, konnte man zu Hause experimentieren. Es werden Zoom-Treffen in Kleingruppen für die Schülerinnen aus der Erweiterungsstunde, den Differenzierungskursen und der MINT-AG angeboten, in denen Schüler unterschiedlicher Altersstufen Fragen stellen und sich austauschen können.

Viele der Experimentalwettbewerbe waren bereits vor der Corona bedingten Schulschließung abgeschlossen, bei einigen geht es noch in die höheren Runden, die dann – wie in dieser Woche von Michel Ahlemeyer (siehe Foto), der die dritte Runde der Internationalen Junior Science Olympiade erreicht hat – als Klausur in der Turnhalle geschrieben werden können. „Auch für die BioOlympiade haben sich Interessenten bei mir gemeldet – die Informationsweitergabe über die Kollegen an die Schüler funktioniert auch über die Mailverteiler und das Schulportal gut“, kommentiert Frau Niemann, „die Aushänge in der Schule werden wohl weniger wahrgenommen werden können in diesem Jahr, das ist mir schon klar“.

Und auch die nächste Runde von „Jugend forscht“ wird bereits in den Blick genommen, auch wenn noch niemand weiß, wann es wie weitergehen kann – aber die Schülerinnen und Schüler in der MINT-AG diskutieren bereits darüber.

Text und Foto: Birgit Niemann