Künstlerische Gestaltung des Bibelgartens schreitet voran

In den vergangenen Wochen war es so weit: Nachdem wir lange geplant, überlegt und auch Planungen modifiziert hatten, baute der Künstler Raphael Strauch aus Helmern einige weitere von ihm entworfene und gestaltete Kunstwerke im Bibelgarten auf.

Der Eingangsbereich wurde durch ein Rosenportal akzentuiert. Die Rose selbst, die historische Rose Ghislaine de Féligonde, ist jetzt noch klein, wird aber als Rambler-Rose sicherlich bald gemeinsam mit der auch neu gepflanzten Clematis ein schönes Farbspiel hervorrufen. Die Rosensorte wurde gewählt, weil sie sowohl robust als auch bienenfreundlich ist. Mit ihrem Namen verbindet sich auch eine Geschichte der Zuwendung und der Liebe: Der französische Züchter benannte ‚Ghislaine de Féligonde‘ nach einer Frau, die zu Zeiten des Ersten Weltkriegs lebte. Als sie vernahm, dass ihr Mann verwundet zwischen den Fronten lag und in dieser Zone nicht zurückgeholt werden konnte, machte sie sich mutig selbst auf die Suche nach ihm, konnte ihn retten und pflegte ihn daheim wieder gesund.

Markant davor stehen zwei massive Eichenpfähle, die durch ihre Zahlen I – III und IV – X darauf hinweisen, dass die Pfähle die zwei Tafeln der 10 Gebote symbolisieren. Als Wegweisung in die Freiheit, wie die Gebote biblisch verstanden werden wollen, öffnen sie den Weg in den Garten.

Ein geschweißtes Kreuz steht nahe der Hecke. Es ist groß, aber fast unauffällig, so dass es sich durch die die offene Form mit der Hecke zu verbinden scheint. Auf der Grünfläche davor findet sich wiederum ein Eichenpfahl, jetzt aber wesentlich kleiner als diejenigen im Eingangsbereich, auf dem ein nur 3 cm großes Kreuz angebracht ist. Die Perspektive ist so gewählt, dass, wenn man das kleine Kreuz betrachtet, das große und das kleine Kreuz deckungsgleich sind. Im Kleinen ist das Große zu sehen – für den, der dafür offen ist. Gleichzeitig stehen beide Kunstwerke auf einem Stein, in den das Geheimzeichen der frühen Christen, der Fisch, geschlagen wurde. ICHTHYS, iχθύς, kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Fisch“ Dieses ist ein Glaubensbekenntnis. Jeder Buchstabe steht für ein Wort. Man kann die Botschaft wie folgt übersetzen: „Jesus ist der Christus, der Sohn Gottes, unser Herr und Erlöser“

In der Mitte des Staudengartens ist die Säule für eine Sonnenuhr aufgestellt worden. Auf der Säule wurde der biblische Spruch „Allem ist eine Zeit gesetzt“ (Koh 3,1) eingemeißelt. Die Schale mit dem Zeiger folgt in der nächsten Woche.

In den Sommerferien wird dann noch die große Stele aufgestellt. Wir warten gespannt auf den Fortschritt und freuen uns auf eine Einweihung des Gartens, wenn die Stele aufgestellt worden ist.

Elisabeth Zurhove