„Crashkurs NRW“ schon zum 10. Mal an unserer Schule

Die Teilnahme am Straßenverkehr ist für uns alle selbstverständlich, ob zu Fuß, per Rad, Mofa, Pkw o.ä. Auch die Schülerinnen und Schüler einiger unserer Jahrgänge sind in einem Alter, in dem sie zum Teil mit motorisierten Fahrzeugen am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Sie sind selbst Mitfahrerinnen und Mitfahrer im Pkw und auch der mögliche Erwerb des Führerscheins ist nicht mehr weit. Allein im Bundesland NRW ereignen sich viele Verkehrsunfälle, viele (junge) Menschen werden verletzt oder gar getötet.

Schulsozialarbeiterin Nicole Schroeder: „Das Ziel unserer Schule ist es, gemeinsam mit der Polizei als Kooperationspartner und dem Team des Crashkurses, Jugendliche und junge Erwachsene zu sensibilisieren. Er ist ein Programm der Polizei NRW, damit auch der Polizeibehörde unseres Kreises Höxter. Dadurch wird versucht, die Zahl von schweren Verkehrsunfällen, an denen junge Fahrerinnen und Fahrer beteiligt sind, zu verringern. Während der Veranstaltung berichten Polizisten, Rettungssanitäter, Notärzte und Notfallseelsorger von ihren persönlichen beruflichen Erfahrungen. Es wird über Risiken und Folgen im Straßenverkehr aufgeklärt, auch mit den tatsächlichen Folgen eines Unfalls und dem Tod konfrontiert. Wir erhoffen uns positive Aspekte für die aktive Teilnahme von den Schülerinnen und Schülern am Straßenverkehr.“

Das Verkehrspräventionsproramm des Crashkurses reiht sich an den Schulen der Brede ein in verschiedene Projekte und inhaltliche Bausteine der Verkehrserziehung. Gerade unser Schulstandort in Brakel macht Mobilität unerlässlich bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Im Jahrgang 5 findet im Rahmen der Verkehrserziehung die „Busschule“ statt, ebenfalls in Kooperation mit Busunternehmen und Polizei. Wer in der Grundschule noch kein Fahrschüler/keine Fahrschülerin gewesen ist und die Busschule dort nicht erlebt hat, bekommt dann ohne großen Anfahrtsweg hilfreiche Tipps, wenn mal im Freizeitbereich der Bus genommen wird. Im weiteren Verlauf der Unterstufe kooperiert die Brede mit der Bahnpolizei, um über Gefahrenquellen am Bahnhof zu sprechen.

In der Mittelstufe erfolgt dann die ehrenamtliche Schulung für interessierte Fahrschülerinnen und Fahrschüler als Bus- und Bahnscouts in Verbindung. An zwei Schulungstagen stehen uns eine Trainerin sowie ein Ansprechpartner der Polizei zur Verfügung. Hier sind als Inhalte der Fahrzeugbegleiterschulung unter anderem die Förderung der Zivilcourage, das Erkennen und Einschätzen von kritischen Situationen, z. B. an der Bushaltestelle und das richtige Verhalten in Konfliktsituationen. Gleichzeitig sind die Scouts Ansprechpartnerinnen und -partner sein für jüngere Fahrschülerinnen und Fahrschüler. Dieses ehrenamtliche Engagement wird auch – wie die anderen Projekte – von der Schulsozialarbeit begleitet.

Der Crashkurs ist vom Alter her an der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen orientiert, da sich ihr Radius durch das Fahren von motorisierten Verkehrsvehikeln erheblich erweitert – am Wochenende ins Kino, zur Geburtstagsfeier des Schulkameraden, zur Sportveranstaltung oder einfach zum Shoppen in die nächstgrößere Stadt.

Zehn Jahre Crashkurs an der Brede (v. li.): Markus Tewes, Nicole Schroeder, Dr. Matthias Koch, Wiebke Buchholz, Waldemar Gamenik, Dr. Martina Krüger, Thomas Kruse, Raimund Schäfer, Petra Schult und Oliver Elsheimer.

Foto: Polizei Höxter