Erasmus+-Projekt: Eine Woche rund um das Thema „Nachhaltigkeit“

Vom 14. November bis zum 19. November fand das erste Projekttreffen des Erasmus+-Projektes „21st century skills – green label schools“ an den Schulen der Brede in Brakel statt. Dazu kamen Lehrende und Lernende aus Island, Estland, Finnland und den Niederlanden an unserer Schule zusammen. Inhaltlich ging es bei dem einwöchigen Treffen um das Thema „Kritisches Denken und Nachhaltigkeit“ und Überlegungen dazu, wie das Schulleben, aber auch der persönliche Alltag nachhaltiger gestaltet werden können. Im Rahmen des Projekts wurden u.a. ein Bio-Bauernhof in Scharmede besucht und ein Film über diesen Besuch gedreht.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte das erste reale Projekttreffen erst mit einer einjährigen Verspätung stattfinden. Umso mehr freuten sich alle Beteiligten, als am Sonntag die ersten Gäste aus Estland am Bahnhof in Brakel eintrafen. Im Laufe des Tages kamen auch die Delegationen aus Holland, Finnland und Island an – Letztere nach einer fast 24-stündigen Reise. Untergebracht waren die Gastschülerinnen und -schüler aus den verschiedenen Ländern in den Familien der Breden-Schülerinnen und -schüler in Brakel und Umgebung.

Am ersten Projekttag ging es zunächst um ein gegenseitiges Kennenlernen der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer. Dafür hatten die Gastschülerinnen und -schüler Bilder und Videos von ihren Heimatländern mitgebracht. Anschließend erfolgte der Einstieg in das Thema „Environmental responsibility“ über die Auswertung einer Umfrage zum Thema „Nachhaltige Lebensweise“, die alle teilnehmenden Länder in den Wochen zuvor an ihren Schulen durchgeführt hatten. Zentrales Ergebnis der Umfragen war die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit für alle Befragten ein wichtiges Thema ist, die meisten jedoch in Bezug auf Fortbewegungsmittel, Ernährung und Einkaufsverhalten keinen nachhaltigen Lebensstil führen.

An den folgenden Projekttagen stand ebenfalls das Thema „Nachhaltigkeit“ im Fokus. So besuchten die Gäste zusammen mit ihren Austauschpartnerinnen und -partnern den Vauß-Hof in Scharmede und informierten sich dort über das Prinzip des Community Farming. Dabei geht es darum, Kosten und auch Arbeitsschritte auf eine Vielzahl von Familien aufzuteilen, damit das Risiko bei Ernteausfällen nicht nur von einer Familie getragen wird. Dieser Ausflug sowie die gewonnen Erkenntnisse wurden in einem Film festgehalten, den die Schülerinnen und Schüler des Projekts eigenständig gedreht und bearbeitet haben.

Weitere Programmpunkte dieser ereignisreichen Woche bildeten ein Besuch der Paderborner Innenstadt und eine Besichtigung der Wewelsburg in Büren, Deutschlands einziger Dreiecksburg. Zum Abschluss der Projektwoche stand am Donnerstagabend eine Abschiedsfeier an, an der alle am Projekt Beteiligten teilnahmen. Vier weitere Projekttreffen mit den Partnerschulen werden in den nächsten beiden Jahren in Estland, Finnland, Island und den Niederlanden stattfinden.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Dr. Julia Radtke