Konrad-Adenauer-Stiftung stärkte Durchblick in der digitalen Welt

WhatsApp, YouTube, Instagram, Snapchat: Die Sozialen Medien erweitern die Möglichkeiten, Botschaften über das Netz zu verbreiten, und prägen den Alltag Jugendlicher.  Aber: Die meisten Schülerinnen und Schüler haben bereits schlechte Erfahrungen im Netz gemacht - mit Cybermobbing im Schulkontext oder in Form von extremistischen Hassbotschaften aus dem linken, rechten oder religiös-fundamentalistischen Spektrum. Diese kommen oft subtil daher, denn Extremisten fallen selten mit der Tür ins Haus.

Die „DigitalAkademie“ der Konrad-Adenauer-Stiftung hilft Schülerinnen und Schülern den Durchblick in der digitalen Welt zu behalten. In dieser Woche waren die Dozentinnen und Dozenten der Akademie auf Initiative von Julia Bäumer-Schäfers für drei Tage lang in Brakel, um mit dem Jahrgang EF des Gymnasiums Brede intensiv zu arbeiten.

Bei den „SchülerAkademien“ geht es um den richtigen Umgang mit Fake News, um Rechte und Pflichten im Netz sowie um Extremismusprävention. Das Besondere: Hier wird nicht nur über soziale Medien gesprochen und deren Vor- und Nachteile diskutiert, die Schülerinnen und Schüler lernen darüber hinaus die Branche und die dahinterliegenden Mechanismen kennen und produzieren am Ende sogar die Inhalte für die verschiedenen Plattformen gleich selbst.

Frank Windeck von der DigitalAkademie ist überzeugt: „Medienkompetenz ist eine der Kernfähigkeiten, die wir als mündige Bürger in einer modernen Gesellschaft benötigen.“ Deshalb bestand sein Seminarteam an den Schulen der Brede auch aus jungen Journalisten, Youtubern, TikTok-Produzenten und Podcastern. „Früher war es genug, sich mit Zeitung, Fernsehen und Radio auszukennen. Heute kommen Plattformen wie Snapchat und Telegramm dazu. Dort bewegen sich verstärkt Verschwörungsgläubige und Extremisten. Unsere Kinder müssen Manipulationsmöglichkeiten kennen und die Funktionsweise der Algorithmen verstehen, denn nur so bauen sie Resilienz auf,“ so Windeck weiter.

Stellvertretende Schulleiterin Bärbel Lüttig zeigte sich begeistert von den Ergebnissen der Projekttage: „Die Inhalte der Digitalakademie trifft die Lebenswelt der Jugendlichen ganz gezielt. Sich mit sozialen Netzwerken und weiteren digitalen Tools intensiv, kritisch und reflektiert auseinanderzusetzen und verantwortungsvollen Umgang damit zu üben, ist uns als Schule ein ganz wichtiges Anliegen Rahmen unserer schulischen Bildungsarbeit. Die Konrad Adenauer Stiftung unterstützt uns dabei in besonderer Weise.“

Im Folgenden berichten uns Schülerinnen und Schüler der EF über ihre Erfahrungen mit der „DigitalAkademie“:

Das drei Tage lange Programm der Medienakademie half uns Schülerinnen und Schülern, mehr über die Medien und Sozialen Netzwerke zu erfahren, indem man selbst ein Teil von ihnen wird. Es gab viele Gruppen, in denen wir kreativ wurden, zum Beispiel beim Erstellen unserer eigenen TikToks, Podcasts, YouTube-Accounts, Instagram-Accounts und weiteren Bereichen. Das Oberthema und auch Ziel des Programms war, dass wir uns gegen Extremismus, Sexismus und Diskriminierung einsetzen und andere auch dazu zu ermutigen und aufzuklären. (Isabell)

Digital ist legal! In unserem Workshop haben wir viel über den legalen, aber auch über den illegalen Gebrauch von sozialen Medien gelernt. Letzteres haben wir bei uns selbst hinterfragen und in Zukunft werden wir aufmerksamer im Netz unterwegs sein. (Leni)

Wir haben viele Informationen über Datenschutz, Gefahren im Netz etc. bekommen und gelernt, wie wir uns richtig im Netz verhalten sollten. Außerdem konnten wir unsere Kreativität in verschiedenen Bereichen anwenden und lernen, wie man mit kleinen Dingen, wo allerdings viel Arbeit hinter steckt, etwas Großes bewirken kann. (Celina)

Das Projekt der Digital-Akademie war sehr lehrreich und ich habe viel Neues dazugelernt. In den sehr schülerorientierten Workshops konnten wir selbst kreativ werden und haben mit Teamwork an unseren jeweiligen Projekten gearbeitet. Eine ebenfalls sehr strukturierte Aufteilung von theoretischen und praktischen Lerneinheiten haben ein gutes Arbeitsumfeld geschaffen, in welchem es nicht langweilig wurde. (Magnus)

Der erste Tag der Digital-Akademie war sehr informativ, aber für mich zu viel Inhalt. Daher gefielen mir die zwei weiteren Tage umso mehr, da sie sehr kreativ und informierend gestaltet wurden. Die Gruppenarbeiten gefielen mir am besten, da es schön ist, mit mehreren Personen ein Projekt zu vollenden, das sehr kreativ und selbstständig bearbeitet werden konnte. (Kevin)

Den ersten Tag der Digital-Akademie fand ich sehr informierend und auch sehr Interessant. Ebenfalls gefiel mir das Thema der nächsten beiden Tage auch, gemeinsam in einer Gruppe eine Instagram-Seite zu einem aktuellen Thema zu erstellen. Jedoch fand ich, dass dabei manchmal der Leitfaden gefehlt hat und man so manchmal nicht wusste, was man machen sollte. (Benedikt)

Die „Digital Akademie“ war für mich eine sehr gute Sache, auch wenn man sich manchmal etwas langweilen musste, war die ganze Veranstaltung sehr informativ. Man hat sehr viel über sich und über das Geschehen im Internet gelernt und man weiß über alles Wichtige im Internet Bescheid, worauf man zum Beispiel achten muss oder was man auch nicht darf. Das freie Arbeiten und Gestalten, was es in allen Gruppen gab, war sehr angenehm, weil man sich mit seinen Freunden zusammensetzen konnte, ohne dass irgendwer einen dabei beobachtet hat, und man einfach ein Projekt völlig selbständig planen und erstellen kann. Falls man dann doch Hilfe benötigt, bekommt man diese problemlos von den freundlichen Mitarbeitern der „Konrad Adenauer Stiftung“. (Leander)

Der erste Tag war der anstrengendste, da man praktisch nur saß und zuhörte, trotzdem hat man viel Informatives über Social Media gelernt. Die nächsten zwei Tage waren am besten, weil es sehr frei war, wie man seine Aufgabe gestalten will. Außerdem hatte man viel Freizeit und genug Zeit zum Nachdenken, Produzieren und Bearbeiten. Die Kursleiter waren immer für Fragen bereit und super nett und offen. (Evelina)

Ich empfand die Digitalakademie als höchst interessant und lehrreich. Uns wurden wichtige Themen wie Extremismus, Sexismus und auch Rassismus, vor allem in der digitalen Welt, nähergebracht und auf eine sehr spaßige, aber auch freie Weise übermittelt. (Paul)

In der Digitalakademie haben wir viel über die Gefahren im Netz gelernt. Zudem haben wir einen Einblick in das Leben von Personen des öffentlichen Lebens bekommen. Uns wurde ebenfalls vorgestellt, was solch eine Person in dem Job zu tun hat und wie schnell man dadurch in kritische Lagen geraten kann. (Melina)

Fotos: Kai Hasenbein