MINT-EC-Digitalforum 2022: Auch die Brede war wieder dabei!

Am 18. Februar 2022 trafen sich über 800 Schülerinnen und Schüler, Schulleitungen und Lehrkräfte von 339 MINT-EC-Schulen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung und Wirtschaft auf dem virtuellen MINT-EC-Digitalforum 2022 des nationalen Excellence-Schulnetzwerks. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts HPI Schul-Cloud statt und wurde gefördert vom Bildungsministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Unter dem Motto „Dein Future Skills Lab“ erlebten die Teilnehmenden überregionalen Austausch in über 30 Workshops und Fachvorträgen für ihre digitale Zukunft sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm mit zahlreichen Bildungs- und Vernetzungsangeboten aus der MINT-Bildungslandschaft.

Zum zweiten Mal wurde das Event virtuell umgesetzt und öffnete um 8:00 Uhr die digitalen Pforten für rund 800 Schülerinnen und Schüler, Schulleitungen und Lehrkräfte sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Brede war mit folgenden Schülerinnen und Schülern vertreten: Henriette Paßmann, Emilia Schäfers, Judith Fechler, Lena Reinold, Leni Meyer, Emmely Denk, Lena Knipping (alle Q1), Hanno Wrenger, Sophia Kutz, Melina Stamm, Fabian Schrick, Aaron Scheid, Benedikt Borgolte, Hanna Steinchen, Leonie Michel, Judith Leiße (alle EF).

Das Programm hatte es in sich: In den virtuellen Messehallen stöberten die Teilnehmenden durch die Dauerausstellungen von über 30 Bildungsanbieterinnen und -anbietern, um sich zu Future Skills und beruflichen Perspektiven in einer digitalisierten MINT-Welt zu informieren und auszutauschen. Um Kompetenzen zu vertiefen und sich neue Skills anzueignen, wurden viele spannende Workshops angeboten: Von der Digitalisierung der Sinne über Design Thinking bis zum Thema Künstliche Intelligenz und Automatisierungstechnik inspirierten die Workshops zur eigenständigen Orientierung in einer agilen Berufswelt.

 

Hier einige Statements unserer Schülerinnen und Schüler, die teilgenommen haben:

Hanno Wrenger:

„Am Freitag habe ich einen Workshop „Medizinphysikalische Modelle zur Strahlenphysik und Virusausbreitung im Kontext der Covid-19-Pandemie für Lehrer-Schüler-Teams“ teilgenommen. Neben der schön eingerichteten Messe – die Meetingräume wurden wie das Messegelände hergerichtet – hat mir der Workshop besonders gefallen. Ich fand es sehr interessant, dass ich auf diese Weise mehrere Methoden der Virologie bzw. der Strahlenphysik besser verstehen konnte. Besonders die Darstellung der Tumorbehandlung hat mir besonders gefallen: Mithilfe einer virtuellen Maschine haben wir uns graphische Darstellungen zu dem Thema angeguckt, an denen wir dann auch selbst die Parameter einstellen konnten. Ein anderes Modell zum Thema der Virenausbreitung konnten wir uns in Scratch anschauen. Hier konnte man sich die Ausbreitung genau anschauen und man konnte an den Parametern rumbasteln, um zu gucken, was passiert.

Neben dem Workshop habe ich auch einen Fachvortrag besucht. In diesem Fachvortrag „Hack the world a better place“ hat sich eine Organisation vorgestellt, die an Schulen kommt und dort besonders jüngeren Kindern das Programmieren beibringt. Aus diesem Vortrag habe ich mitgenommen, wie wichtig Informatik heutzutage ist und wie wichtig sie noch werden wird.

Am Nachmittag konnte ich dann verschiedene Organisationen an ihren virtuellen Ständen besuchen. Dort habe ich neben vielen Organisationen, die ich schon kannte, auch einige neue entdeckt, wie zum Beispiel die Universität in Potsdam.

Einige Schulen konnten an dem Tag Videos vorstellen, die sie aufgenommen hatten.

Da man leider wegen Corona nicht viel von anderen Schulen mitbekommen hat, war es sehr interessant zu sehen, was dort gemacht wird.“

Aaron Scheid:

„In meinem Workshop ging es um Fortbewegungsmittel der Zukunft. Als Beispiele gab es das autonome Fahren und auch den Hyperloop. Der Workshop war meiner Meinung nach auch das Beste am ganzen Tag, da dieser sehr spannend und interaktiv gestaltet war. Ich kann diese digitalen Treffen empfehlen, da die Workshops sehr schön gestaltet sind. Ich habe jedoch leider nicht von neuen Angeboten gehört. Der ganze Tag hat sich gelohnt, da ich sehr Interessantes über die Verkehrsmittel der Zukunft erfahren konnte.“

Melina Stamm:

Als ich das erste Mal in das Online-Forum von „meet+yoo“ kam, war ich zuerst etwas überfordert, wo alles ist und wie alles funktioniert. Jedoch habe ich mich dort schnell reingefunden. Am Anfang der Veranstaltung gab es eine Paneldiskussion zum Thema „Future Skills- Welche Schlüsselqualifikationen brauchen wir, um die Arbeitswelt der Zukunft aktiv mitzugestalten“. Hierbei hat mich überrascht, dass eine der Skills die Resilienz sowie Empathie war. Denn die Brisanz wird höher und es wird immer wichtiger sich auf sich selbst sowie auf die Empathie zu anderen Menschen zu konzentrieren. Zu diesem Thema haben sich verschiedene (Fach-)Personen geäußert, wie zum Beispiel Jutta Wiedemann von der UVB sowie auch Dr. Frank Pawlitschek vom HPI. Seine Botschaft war „MACHEN und WOLLEN“, denn er meinte, dass man nur weiterkomme, wenn man sein eigenes Ziel, seine eigene Vision verfolgt und man ebenfalls nur durch einen starke Willen etwas bewegen kann.

Mein erster Workshop war die Studienorientierung. Hierbei haben sich einige Studentinnen und Studenten vorgestellt und das Wichtigste über ihren Studiengang erzählt. Am interessantesten habe ich den kleinen Vortrag von Niels Ganser über sein Physikstudium gefunden, da man dort einige tiefere Einblicke in die eigentliche Realität dieses Studiums bekommen hat. Jedoch hat es mich sehr erstaunt, dass die drop-out-rate sehr hoch ist, welches der nicht vorhandene NC zur Folge hat.

Mein zweiter und somit auch letzter Workshop war zum Thema „Digitalisierung der Sinne“ von Antoine Bierling. Zuerst konnte ich mir eigentlich nichts darunter vorstellen. Doch als Frau Bierling angefangen hatte zu erzählen und zu erklären, war ich wie gefesselt von ihrem Vortrag, da dieses Thema so einfach aber auch so schwer und undefiniert ist. Ich meine, jeder kann riechen und denkt aber nicht viel darüber nach. Möchte man jedoch das Riechen digitalisieren wird dies schon schwerer, da man zwar weiß, dass kleinste Moleküle in die Nase gelangen und an Rezeptoren andocken, jedoch weiß man noch nicht, wie die einzelnen gleichriechenden Moleküle aussehen. Zum Beispiel können gespiegelt Moleküle, die ebenfalls Isomere sind, komplett anders riechen. Dessen zu Folge hat man einige undefinierte Dimensionen, die das komplette Digitalisieren des Riechens fast unmöglich machen.

Zu den zwei Workshops durften wir zusätzlich noch einen Fachvortrag wählen. Ich habe den Vortrag zum Thema „Design Thinking: Neue Denkprozesse und kreative Arbeitswelten“ von Professor Doktor Christian Meinel ausgesucht. Der Herr Meinel hatte uns über digitale Aufklärung sowie über neue digitale Geschäftsmodelle informiert. Ich persönlich finde den Vortrag gut gestaltet, jedoch etwas langweilig, da mich persönlich das Thema nicht so interessiert hat.

Abschließend würde ich sagen, dass sich die Zeitinvestition auf jeden Fall 100%ig gelohnt hat. Ebenso würde ich das MINT-EC Programm auf jeden Fall weiterempfehlen.

Teile des Textes/Fotos: MINT-EC