Gemeinsam gegen Extremismus

"DigitalAkademie" der KAS für drei Tage zu Besuch an der Brede

TikTok, YouTube, Instagram und Podcasts – Das Internet und seine Kommunikationsplattformen bringen (nicht nur) jungen Leuten großartige Möglichkeiten. Zum Beispiel ständig in Kontakt zu bleiben. Die Sozialen Medien prägen dadurch den Alltag der meisten Jugendlichen. Sie kommunizieren untereinander, folgen ihren Vorbildern und erhalten im Idealfall qualitativ hochwertige Informationen. Leider ist nicht alles Gold, was glänzt. Die meisten Schülerinnen und Schüler haben auch bereits schlechte Erfahrungen im Netz gemacht. Mit Cybermobbing in- und außerhalb des Schulkontextes oder in Form von extremistischen Hassbotschaften aus dem linken, rechten oder religiös-fundamentalistischen Spektrum. Diese kommen oft subtil daher, denn Extremisten fallen selten mit der Tür ins Haus.

Hier kommt die DigitalAkademie der Konrad-Adenauer-Stiftung ins Spiel. Sie hilft Schülerinnen und Schülern, den Durchblick in der digitalen Welt zu behalten. Bei der SchülerAkademie an den Schulen der Brede ging es deshalb darum, jegliche Form von Kommunikation kritisch zu hinterfragen, besonders aber die im Netz, Fake News zu erkennen und jede Form von digitaler Beeinflussung aufzudecken. Es ging um die individuellen Rechte und Pflichten im Netz, wobei noch lange nicht alles, was erlaubt ist, auch moralisch angezeigt ist. Und es ging um Extremismus in jeglicher Form. Wie Extremisten versuchen, an junge Menschen heranzukommen und mit welcher Intention. Das Besondere dabei: Es wurde nicht nur über soziale Medien gesprochen und deren Vor- und Nachteile diskutiert, die Schülerinnen und Schüler lernten darüber hinaus die Apps genauer kennen, sprachen mit den Trainerinnen und Trainern über die Möglichkeiten, online Geld zu verdienen. Am Ende produzierten sie die Inhalte für die verschiedenen Plattformen sogar selbst.

Frank Windeck von der DigitalAkademie ist überzeugt: „Das ist Extremismusprävention, die wirkt. Unsere Kinder müssen wissen, wer sie manipulieren will und warum, denn so machen wir sie stark gegen die Einflüsterungen von Verschwörungsideologen, Extremisten und Trollen.“ Deshalb arbeitet die DigitalAkademie nicht nur mit TikTokern und Youtubern, sondern auch mit ausgewiesenen Extremismusexperten und Journalisten, die Fehlentwicklungen der sozialen Medien für die Schülerinnen und Schüler einordnen können.

„Extremisten und Verschwörungsanhänger sind wesentlich lauter, als es ihre wahre Anzahl vermuten lassen würde und erreichen auch dadurch viele Menschen. Das schadet unserer Demokratie. Deshalb müssen wir immer wieder daran erinnern, dass Wissenschaft auf soliden Fakten basiert, während Verschwörungsideologien auf tönernen Füßen stehen“, so Windeck weiter.

Die DigitalAkademie der Konrad-Adenauer-Stiftung war für drei Tage in Brakel. Geschult wurde die gesamte EF-Stufe.

Fotos: Kai Hasenbein