Die Anlage des Gartens

„Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin […] (Gen 2,8)

Die Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau stellten der Schule ein kleines Stück Land, das östlich vom Schwesternwohnheim liegt, zur Verfügung. Hier entsteht seit 2017 der Bibelgarten der Brede. Der Garten ist ein besonderer Lebensraum und das Symbol des Gartens verbindet die unterschiedlichsten Kulturen und Religionen miteinander. Arnold Stadler (Schriftsteller) formulierte es so: «Wir leben jenseits von Eden. Haben aber noch eine Ahnung von da und eine Sehnsucht dorthin.» In seiner ganzen Zwecklosigkeit ist der Garten für viele Menschen ein Symbol für das eingebüßte und erhoffte Paradies. Deshalb wundert es auch nicht, dass die Idee, einen Bibelgarten zu planen und anzulegen, im Arbeitskreis Seelsorge aufkam. Lehrer*innen, Schüler*innen, Eltern und Ehrenamtliche bearbeiten dieses Stück Erde. Bei der Anlage des Gartens war man sich einig, dass er drei wesentliche Aufgaben übernehmen soll.

  1. Er soll ein religiöser Ort der Besinnung und Betrachtung sein

Als Bibelgarten nimmt er biblische Themen und Geschichten neu(artig) in den Blick. Er lädt zur Besinnung und Meditation ein. Er will Angebote schaffen, um – bei Interesse – diese Symbole zu entschlüsseln. Wir haben viel Symbolik in dem Garten angelegt: Wege, Steine, Brunnen, alles verweist auf Geschichten aus der Bibel, die ganze Einteilung des Garten ist biblisch. Wer Näheres wissen kann, findet Informationen dazu demnächst auch in einer Infobox im Garten. Pflanzen, die in biblischen Geschichten zu finden sind, haben auch in unserem Garten ihren Platz, z.B. der Feigenbaum, die Olive, der Maulbeerbaum u.a.m.

  1. Er soll ein sozialer Ort, ein Treffpunkt sein

Der Garten ist ein sozialer Treffpunkt. Hier kann Unterricht im Freien stattfinden. Hier treffen sich die Forscher der MINT Kurse für die Auswertung ihrer Wasserproben aus der Brucht ebenso wie ein Oberstufenkurs oder eine Klassengruppe. Hier kann der Morgenkreis der Kindergartengruppe stattfinden oder die Hospizgruppe sich treffen … Der Garten ist offen für alle. Hier kann Gemeinschaft erlebt werden. (Funktion der Kirche: Koinonia) Der Bibelgarten ist deshalb auch Teil der Klostergartenroute im Kreis Höxter.

  1. Er soll aktiv zur Bewahrung der Schöpfung beitragen

Aktiver Umweltschutz aus biblischer Motivation ist ein leitender Gesichtspunkt der Gartengestaltung. Heimische Wildpflanzen, alte Sorten, wilde Rosen, eine Blühwiese, eine artenreiche Hecke u.am. sorgen dafür, dass immer etwas blüht und Insekten und Vögel Nahrung und Unterschlupf (Nistkästen) finden. Steinmauern aus Erkelner Sandstein bieten zusätzliche Lebensräume, und die Wege sind mit gesammelten Feldsteinen aus der Region ausgelegt. Kreuz- /Flechthecken dienen als natürliche Begrenzung und Wohnstätte für Tiere.