FRAGEN und ANTWORTEN

Wir haben uns dafür entschieden, als ersten Jahrgang die EF/G11 mit iPads auszustatten, weil die Schülerinnen und Schüler in diesem Alter erfahrungsgemäß verantwortungsbewusster mit ihren Dingen – also auch ihren iPads – umgehen. Auch sind ältere Lernende im Vergleich zu jüngeren eher in der Lage, das iPad als reines Arbeitsgerät zu begreifen und sich durch die neuen technischen Möglichkeiten nicht ablenken zu lassen.Dennoch gibt es auch für jüngere Schülerinnen und Schüler über die digitalen Medien viele Angebote vor allem im Bereich der individuellen Förderung, sodass es durchaus denkbar ist, mittelfristig mit den iPads bereits in Klasse 8 zu starten. Über iPad-Koffer, die der Schule zur Verfügung stehen, werden darüber hinaus in allen Jahrgangsstufen medienpädagogische Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler aufgebaut.
Die Arbeit mit den iPads gelingt aus unserer Sicht dann, wenn sie nichts „Besonderes“ ist, sondern das iPad sowohl von Schülerinnen und Schülern als auch von den Lehrkräften als ganz normales Arbeitswerkzeug begriffen wird. Für die EF heißt dies, dass klare Absprachen zum Einsatz des iPads getroffen werden, die für alle Kurse gelten. So sind alle auf dem gleichen Stand und können ihre Kompetenzen gemeinsam weiterentwickeln.
Für den Einsatz in der Schule wird ein Gerät benötigt, das leicht, mobil und sofort einsatzbereit ist. Daher sind Notebooks oder PCs für unser Vorhaben ungeeignet. Der Bildschirm sollte so groß sein, dass eine DIN A4 Seite noch gut lesbar ist. Dies und weitere Gründe sprechen gegen den Einsatz von Smartphones im Unterricht. So ist es naheliegend, die Schülerinnen und Schüler mit Tablets als digitalem Lernbegleiter auszustatten. Im Schuljahr 2018/19 hat unser Schulträger die Schulen der Brede mit einer digitalen Infrastruktur ausgestattet, in die die Tablets der Schülerinnen und Schüler eingebunden werden müssen. Die Infrastruktur umfasst u.a. ein Gerätemanagementsystem (MDM), WLAN und Streaming Boxen (Apple TV) in allen Unterrichtsräumen. Die Einbindung der Schüler-Tablets in diese Infrastruktur ist nur mit dem iPad möglich. Somit ist die Wahl des iPad eine Vorgabe unseres Schulträgers.Im Rahmen der Digitalisierung von Schulen ist zu beobachten, dass – bis auf sehr wenige Ausnahmen – an fast allen Schulen iPads als Schüler-Tablets genutzt werden. Dies liegt einerseits an der guten Qualität der Geräte, andererseits an der Kompatibilität mit der oben beschriebenen schulischen Infrastruktur. 
Erfahrungen anderer Schulen zeigen, dass alle in der Klasse bzw. des Jahrgangs das gleiche Gerät haben sollten. Andernfalls gibt es leicht Kompatibilitätsprobleme bei der Software, die den Unterrichtsfluss deutlich behindern. Verhindert werden sollten ebenfalls unangenehme und schädliche Nebeneffekte, wie soziale Stigmatisierungen, die durch unterschiedliche Preisklassen oder Images der Geräte entstehen könnten. Einheitliche Geräte bieten zudem die Möglichkeit einer zentralen Administration, wodurch das schulische Gerätemanagement in vertretbarem Rahmen bleibt. Man ist so in der Lage, die Geräte zu konfigurieren, ohne sie dazu in die Hand nehmen zu müssen. Durch eine Vorkonfiguration können sich die Geräte beim ersten Einschalten mit dem voreingestellten WLAN verbinden und sich die zugeordneten Profile und Apps vom MDM-System (Mobile Device Management) herunterladen. Ferner gibt es ein Programm, um Volumenlizenzen (VPP) zu verwenden. Damit können zentral Lizenzen gekauft und auf die Geräte verteilt werden. Werden die Lizenzen nicht mehr auf einem Gerät benötigt, können sie auf einem anderen Gerät installiert werden. Werden z. B. einmal Schulbücher auf iPads verwendet, können sie von Jahrgang zu Jahrgang weitergegeben werden und müssen nicht von jedem Elternteil neu gekauft werden. Da Geräte und Benutzer auf den Geräten mit einer MDM-Lösung verwaltet werden, braucht der einzelne Schüler bzw. die einzelne Schülerin keine eigene Apple-ID.Wenn Sie selber Apps für den privaten Gebrauch aufspielen wollen, brauchen Sie eine eigene Apple-ID. Es sind auch Familien-Apple-IDs möglich, bei denen die Eltern vor Installation der Apps durch die Kinder zustimmen müssen.
Für den Kauf des iPads sind mit unserem Händler zwei Varianten vereinbart: Sie können entweder iPad und Apple Pencil oder ergänzend dazu Hülle und Geräteversicherung wählen. Beide Varianten können als Ratenkauf oder Direktkauf angeschafft werden.
Der Kauf erfolgt über die Gesellschaft für digitale Bildung (GfdB). Dabei handelt es sich um einen der wenigen von Apple für den Bildungsbereich zugelassenen Anbieter. Dieser Anbieter übernimmt auch die Reparatur der Geräte und ggf. die Serviceabwicklung mit der Versicherung, sofern diese gewählt wurde.
Um die Ausstattung für alle Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen, möchte der Träger finanziell schwächer gestellte Familien bzw. Lernende gezielt unterstützen. Dazu richtet der Schulträger einen Sozialfonds ein. Wer bereits Leistungen erhält, kann im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets einen Antrag auf Finanzierung stellen. Sollte diesem nicht stattgegeben werden, mögen sich die Betroffenen direkt an die Schule oder den Schulträger bgzl. möglicher Finanzierungshilfen wenden. Die konkreten Anspruchskriterien bzw. das Antragsverfahren für eine Inanspruchnahme des Fonds werden rechtzeitig kommuniziert. Dem Schulträger ist daran gelegen, bei ernsthaften Finanzierungsschwierigkeiten ins Gespräch zu kommen, um eine Lösung zu finden.
Während beim iPad-Einsatz in der Mittelstufe dringend zu einer Versicherung geraten wird, stellt es die Schule den Eltern der Schülerinnen und Schüler aus der Sekundarstufe II frei, ob eine Versicherung abgeschlossen wird oder nicht.
Von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II erwartet die Schule zunächst einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Geräten. Sollte es dennoch zu einem Diebstahl kommen, kann das Gerät umgehend gesperrt oder gelöscht werden. Da die Geräte zentral in einem MDM verwaltet werden, sind sie für einen Dieb wertlos.
Der Einsatz dieses Unterrichtsmittels ist nur sinnvoll, wenn – wie beim jetzigen Taschenrechner – alle Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe darüber verfügen. Nach dem entsprechenden Beschluss der Schulkonferenz wird das iPad ein reguläres schulisches Lern- und Arbeitsgerät. Die Anschaffung ist somit verpflichtend. So haben alle Schülerinnen und Schüler die Voraussetzungen, die sie später in der Ausbildung und im Studium benötigen.
Die iPads erhalten zwingend eine Hülle. Diese ist in einer der Kaufvarianten enthalten oder wird privat angeschafft. Eine Schutz- bzw. Schreibfolie für das Display kann später eine gute Ergänzung sein.
Die Schulbuchverlage veröffentlichen sukzessive ihre Bücher auch als digitale Version. Somit wird sich mittelfristig die Zahl der mitzubringenden Bücher sicher vermindern. In welchem Umfang dies möglich und sinnvoll ist, wird die Erfahrung zeigen. Es ist aber davon auszugehen, dass die digitalen Schulbücher in den nächsten Jahren sowohl zahlreicher als auch qualitativ besser werden und damit auch verstärkt zum Einsatz kommen. Als Schule streben wir hierbei jedoch keine Regelung an, die über die Besonderheiten der einzelnen Fächer und ihrer spezifischen Lernsituation einfach hinwegsieht. Was in Englisch gut ist und den Schülerinnen und Schülern beim Lernen hilft, muss nicht auch für Mathematik oder Religion gelten. So sollen die einzelnen Fachschaften hier selbst entscheiden dürfen, in welcher Form und in welchem Umfang die Arbeit mit digitalen Schulbüchern sinnvoll ist.
Natürlich nicht. Den Umfang bestimmt die jeweilige Lehrkraft – in Absprache mit ihrer Fachschaft – nach pädagogischen sowie fachlichen Gesichtspunkten. In allen Fächern gibt es vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, aber die konkrete Ausgestaltung kann durchaus in jedem Fach anders aussehen. Zur anzustrebenden Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler gehört auch die Urteilsbildung darüber, wann die Arbeit mit dem iPads für den individuellen Lernprozess gewinnbringend ist und wann nicht.
Das handschriftliche Schreiben wird – soweit absehbar – sicher die vorherrschende Schreibform bleiben. Wie im „wirklichen Leben“ werden sich das maschinen- und das handschriftliche Schreiben ergänzen – übrigens auch nach individuellen Präferenzen. In den fremdsprachlichen Fächern sieht eine häufig gestellte Schreibaufgabe so aus, dass die Schülerinnen und Schüler eine E-Mail oder einen Blog-Eintrag verfassen müssen. Hier wäre der Einsatz und das Arbeiten mit dem Tablet authentisch und wünschenswert. Andere Aufgabenformate, wie das Schreiben eines Briefes oder einer Postkarte, werden dagegen authentischer auch im Unterricht per Hand geschrieben. Mit der Touch-Funktion der iPads werden sicher viele handschriftliche Einträge mit dem Stift auf dem iPad gemacht.
Die Arbeit mit dem iPad dient zunächst der Vorbereitung von Klausuren, die weiterhin auf Papier geschrieben werden. Das iPad kann aber als Hilfsmittel (Taschenrechner, Wörterbuch) verwendet werden.
Nach Absprache innerhalb der Lerngruppe ist dies durchaus möglich. Die außerunterrichtliche mediale Kommunikation wird jedoch in jedem Fall die üblichen schulischen Fristen und Arbeitszeiten berücksichtigen. 
Es ist in erster Linie ein Arbeitsgerät für die Schule, das morgens ausreichend geladen mitzubringen ist. Darüber hinaus kann es privat genutzt werden, solange der schulische Einsatz nicht beeinträchtigt wird (z. B. freier Speicherplatz).
Bei der großen Anzahl von Geräten kann dies nur über eine professionelle Managementlösung erfolgen (Mobile Device Management, MDM). Schon vor Auslieferung der Geräte an die Schüler*innen werden die Geräte bei der MDM-Lösung registriert und so bei Ausgabe mit Software und notwendigen Lizenzen ausgestattet. Damit die zukünftige Verwaltung und Versorgung der iPads mit Updates und Software möglich ist und die Verwendung von Steuerungssoftware im Unterricht und in Prüfungssituationen gelingt, müssen sie in den „supervised mode“ gesetzt werden. Die Geräte holen sich dann bei Verbindung mit dem Internet Software und Einstellungen, die für das jeweilige Gerät vorgesehen sind. Über Profile können die Geräte jahrgangsweise so eingestellt werden, wie es am sinnvollsten ist. Durch die Verwendung einer eigenen privaten Apple-ID ist es zusätzlich möglich, selbstständig Apps auf dem Gerät zu installieren. In welchem Maße dies geschieht, liegt damit in der Hand der Eltern.
Die Lehrkraft kann die zu benutzenden Programme temporär einschränken, das Internet freigeben oder sperren und selbstverständlich den Unterricht auch ganz ohne Tablet erteilen. Durch die schulische Steuerungssoftware können Lehrkräfte also die Nutzung des Tablets auf bestimmte Anwendungen beschränken und Bildschirminhalte der Lernenden einsehen. (Dies gilt natürlich nur für den Gebrauch im WLAN der Schule!) Zudem kann über eine White-List in einem MDM-Profil festgelegt werden, welche Apps während der Unterrichtszeit zur Verfügung stehen. Dadurch, dass die Geräte flach sind und im Gegensatz zu Notebooks kein hochstehendes Display haben, kann auch leichter eingesehen werden, ob jemand sein Tablet aktiv hat. Liegen sie auf dem Tisch mit Klappe auf dem Display, ist schnell zu sehen, dass kein Gerät in Aktion ist.
Die bestehende Regelung bezüglich der Handys wird für die iPads übernommen.
Der Einsatz des iPads im Unterricht erfordert vielfältige, fachbezogene Fortbildungen für Lehrkräfte. Da wir bereits seit Beginn des Schuljahres mit iPads im Unterricht arbeiten, gibt es bereits seit geraumer Zeit ein vielfältiges Fortbildungsangebot, sei es in Form von Pädagogischen Tagen oder Mikro-Fortbildungen für alle Unterrichtenden oder fachspezifische Fortbildungen oder Fachtagungen für einzelne Fächer. Diese Fortbildungsmaßnahmen werden im zweiten Schulhalbjahr noch einmal verstärkt, damit möglichst von Anfang an sicher und effektiv mit den iPads in Schülerhand gearbeitet werden kann.
Durch die zentrale Verwaltung der Geräte kann diese Umstellung abgefedert werden. Auf Wunsch kann bei einer Gruppe von iPads das private Installieren von Apps durch ein entsprechendes Profil unterbunden werden. Ferner können auf Wunsch auch Listen mit erlaubten Apps, wie sie während der Unterrichtszeit aktiv sind, auch außerhalb des Unterrichts aktiv bleiben. Auf den heimischen Routern (Geräte, die den Internetzugang ermöglichen, wie z.B. einer Fritzbox) kann eingestellt werden, welches Gerät in welchem Zeitraum Zugang zum Internet erhält. Ferner kann zusätzlich festgelegt werden, ob der Zugang durch einen Filter kontrolliert werden soll. Der Zugang kann sogar auf eine Liste von einzelnen Internetseiten begrenzt werden. Fast alle Apps auf dem Tablet können auch ganz ohne Internetzugang genutzt werden.
Die Sendeleistung unserer Tablets ist deutlich geringer als bei Handys oder schnurlosen Telefonen. Je nach Informationsquelle beträgt die WLAN-Strahlung nur ein Zehntel bis ein Hundertstel der eines Handys. Hinzu kommt noch, dass Handys dicht am Körper getragen werden, während die WLAN-Accesspoints mehrere Meter entfernt sind. Die Funkmodule im Tablet sind zudem abschaltbar, die WLAN-Accesspoints schalten sich automatisch bei Nichtbenutzung ab bzw. gehen in den Stand-by-Modus, was die Belastung nochmals deutlich verringert.
Die Schule bietet die idealen Rahmenbedingungen, um einen kritischen und kompetenten Umgang mit neuen Medien zu erlernen. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Angeboten sucht vor allem die Steuergruppe im laufenden Schuljahr nach neuen Möglichkeiten für Lernende, Lehrkräfte und Eltern, um den eigenen Mediengebrauch kritisch zu hinterfragen. Darüber hinaus werden – auch mit Blick auf den Medienkompetenzrahmen NRW – im laufenden Schuljahr unsere Curricula in allen Fächern modifiziert und an die Herausforderungen des digitalen Lernens angepasst. So beschäftigt sich beispielsweise der Deutschunterricht im Jahrgang 8 unter dem Thema „Aktuelles vom Tag – Nachrichten“ nicht mehr nur mit Printmedien (also der Zeitung in ihrer gedruckten Form), sondern nimmt verstärkt auch die online-Formate der Zeitungen in den Blick oder untersucht gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler, worin sich ein Nachrichtensprecher und ein Youtuber voneinander unterscheiden. Ähnliche Veränderungen wird es auch für die Curricula der EF geben, zum Beispiel durch eine Unterrichtsreihe „Digitale Kirche?!“ im Religionsunterricht. Die Fachschaften arbeiten bereits an neuen Unterrichtsreihen für die EF/G11.