Chemie-Probestudium

Die letzten Jahre bot die Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld ein Probestudium der Chemie für interessierte Schüler an. Ich habe davon erfahren und war gleich Feuer und Flamme.

Insgesamt sechs Mal – von November bis Dezember einmal pro Woche – wurde ich dienstags von meiner letzten Unterrichtsstunde befreit und durfte mit dem Zug zur Uni Bielefeld fahren, um mir verschiedenste Vorträger der Bielefelder Chemie-Professoren anzuhören und einen Einblick in das Unileben zu bekommen.

Ich hatte so zum einen die Möglichkeit einen Einblick in aktuelle Forschung und interessante Themen der Chemie zu bekommen. So hörte ich beispielsweise Vorträge über die Anwendung von spinmarkierten Molekülen, über die Chemie in unserer Atmosphäre oder über die Frage was Metallen für eine Bedeutung in der Organischen Chemie haben. Thematisch behandelten die Vorträge sogar nicht nur die aus der Schule bereits bekannten Felder der Chemie, wie Organik, Anorganik und physikalische Chemie, sondern ich bekam darüber hinaus auch mal einen Einblick in die theoretische Chemie und Chemie-Didaktik!

Zum anderen konnte ich meinen Wunsch Chemie zu studieren festigen und mir nicht zuletzt durch den stetigen Besuch, durch eine Führung durch die Labore oder durch Gespräche mit den Professoren ein gutes Bild von der Universität in Bielefeld machen.

Allen, die interessiert an Naturwissenschaft und aktueller Forschung sind und sich zudem ein gutes Bild vom Unileben sowie von der Uni an sich machen möchten, kann ich ein solches Probestudium nur empfehlen!

Jonas Heitland (Abitur 2017)

 

Besuch eines Chemiekurses im Rahmen der Angebote des Netzwerkes Begabungsförderung OWL

Nachdem wir in der Mint AG 7-10 auf die Angebote des Netzwerks Begabungsförderung OWL aufmerksam gemacht wurden, waren wir schnell begeistert und haben uns für einen zweitägigen Chemie-Workshop („Von Rumaroma, PET bis Nylon-Alles die gleiche Chemie“) an dem Marianne-Weber-Gymnasium in Lemgo entschieden.

Am ersten Tag erhielten wir eine Einführung und starteten direkt mit dem ersten Thema: Aromen. Wir haben selbst dazu experimentiert. Indem man einen Alkohol und eine Säure zusammengibt, entsteht ein sogenannter Ester. Ein Ester kann unter anderem als ein Aromastoff auftreten. Durch Versuche haben wir Produkte mit einem Geruch wie z.B. Saurer Apfel, Zitrusfrüchte oder Desinfektionsmittel synthetisiert.  Ein anderes Beispiel für einen Ester stellt das allseits bekannte Medikament „Aspirin“ dar. In der Chemie wird dieser Stoff als „Acetylsalicylsäure“ bezeichnet, da es aus Essigsäure und Salicylsäure gebildet wurde. Diesen Stoff haben wir ebenfalls eigenständig hergestellt.

Der zweite Tag begann damit, dass wir Nylon erzeugt haben. Dafür haben wir neben einfachen Substanzen wie Wasser auch anspruchsvollere Stoffe verwendet. Am Nachmittag sind wir zur Hochschule OWL gegangen und wurden herzlichst empfangen. An der Hochschule haben wir eine DC (Dünnschicht-Chromatographie) durchgeführt. Auf der dazu verwendeten Kieselgel-Platte konnte man den Fettgehalt der Substanz in Abhängigkeit von der Zeit beobachten.

Allgemein kann man sagen, dass wir sehr viel praktisch gemacht haben, was uns auch sehr gut gefallen hat. Allerdings war es nicht immer gut organisiert und auf mehrfache Nachfragen wurde genervt reagiert.

Hannah Zeißler & Julian Eßer

 

Frühlings-Uni in Paderborn – MINT-Schnupperstudium für Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe

Überall lagen Flyer aus und auch anhand von Postern konnte man entnehmen, dass vom 10.04 bis zum 13.04 in Paderborn wieder die Frühlings-Uni stattfand. Ich meldete mich dazu an, weil sich die Angebote spannend anhörten und man den Uni-Alltag kennen lernen konnte.

Das Schnupperstudium war für Schülerinnen der Mittel- & Oberstufe ausgelegt und wurde von der Initiative „Frauen gestalten die Informationsgesellschaft“ gegründet. Jede hat sich zuvor bei der Anmeldung jeweils eine Vorlesung für den Vormittag und einen Workshop für den Nachmittag ausgesucht, an der sie dann teilnahm. An jedem Tag wurde ein Bestandteil von MINT näher gebracht.

Infolgedessen befasste sich die Gruppe am Montag mit dem Thema Maschinenbau und Mathematik. In meinem Fall ging es das erste Mal um Symmetrie und dann darum, die Gewinnchancen von einem Spiel zu optimieren. Mir hat es beides nicht sonderlich viel Spaß gemacht.

Am Dienstag hatten wir mit Informatik und Physik zu tun. In meiner Vorlesung ging um Datenspuren, die wir überall täglich hinterlassen, egal ob im Internet oder in der Realität. Es war meiner Meinung nach mit einer der besten Aktivitäten, die ich gewählt habe. Am Nachmittag haben wir kleine Roboter programmiert, was mir auch Spaß gemacht hat.

Am dritten Tag beschäftigten wir uns mit Wirtschaftsinformatik und Chemie. Am Morgen ging es um Abwasseranlagen, was echt interessant, aber auch kompliziert war. Nachmittags schauten wir, wie Computer uns beim Treffen von Entscheidungen helfen. Danach gab es noch ein Round Table Dating mit Frauen, die im MINT Bereich tätig sind. Das war für mich persönlich aber eher weniger aufschlussreich.

Am Donnerstag befassten wir uns mit Elektrotechnik und Chemieingenieurwesen. Am Vormittag ging es um Elektromobilität. Der anschließende Workshop war mein persönliches Highlight der Woche: Wir stellten selber Schokolade her, die wir auch mit nach Hause nehmen durften. Danach bekamen wir Teilnehmerzertifikate und machten ein Gruppenfoto.

Abschließend kann ich sagen, dass die Woche teils stressig war, aber mir viel Spaß gemacht hat und ich es jedem weiterempfehle, auch wenn für mich gern auch noch mehr Praxisbestandteile hätten dabei sein dürfen!

Hannah Zeißler

 

Herbstuni Paderborn

Während der Herbstferien 2015 waren Carolin und ich in Paderborn an der Universität, um an einer Art Schnupperstudium in Form von fachspezifischen Workshops teilzunehmen. “Herbst Uni“ hieß das Projekt im Mint Bereich. Wir waren ca. dreißig Mädels mit Spaß und Interesse an Mathematik, Physik, Chemie, Maschinenbau, Informatik und weiteren Angeboten. An jedem der Vier Workshop Tage von Montag bis Donnerstag konnten wir zwischen zwei Vorlesungen und zwei teilweise Fächerübergreifenden Workshops wählen. So konnten wir Beispielsweise die Logistik im Hamburger Hafen nachvollziehen oder den Farbstoff aus M&M’s extrahieren.

Begleitet wurden wir von vier Freiwilligen Studenten, die jederzeit für uns ansprechbar waren.

Als Abschluss gab es am Freitag eine Studieninformationsmesse, auf der wir uns bei Studenten und Dozenten informieren konnten. Als aller Erinnerung und für Beispielsweise Bewerbungen bekam jeder von uns ein Zertifikat über die Teilnahme.

Alles in allem lag eine sehr informative und spaßige Woche hinter uns.

Marie Düker und Carolin Bast