Europa

Das Zusammenwachsen eines geeinten Europas, die Globalisierung der Märkte, die Öffnung von Grenzen durch moderne Kommunikationstechnologien, der rasante Fortschritt wissenschaftlicher Erkenntnis und die damit verbundene Verantwortung machen eine entsprechende Verständigung über nationale Grenzen hinaus unumgänglich.

Das Europaprofil ist daher ein wichtiger Beitrag zur ganzheitlichen Bildung. Das besondere Anliegen einer katholischen Schule angesichts einer gesellschaftlichen Umbruchs- und Entwicklungssituation, von Pluralismus und Neuorientierung ist nicht lediglich ein Zuliefererdienst. Vielmehr geht es um die Befähigung der Schülerinnen und Schüler, sich selbst besser zurechtzufinden und einen eigenen Beitrag zu einer menschenwürdigeren Gestaltung des „Hauses Europa“, zu einem friedlichen Miteinander der Nationen und zu einer internationalen Solidarität zu leisten.

Dies bedeutet für uns insbesondere auch die aktive Mitarbeit am Bau des „europäischen Hauses“, in dem wir leben. Die Voraussetzung hierfür ist die Verständigung. Diese geschieht wesentlich über die Sprache und über das Kennenlernen des jeweils anderen. So bietet sich eine Chance zu größerer geistiger Offenheit, zu mehr Einfühlungsvermögen in andere Denk- und Ausdrucksweisen, aber auch zum Erfassen und zur Artikulation eigener Identität und eines je eigenen Standpunktes, zu kritischer Toleranz. Daher sind das Fremdsprachenförderungskonzept und das Fahrtenangebot tragende Säulen des sprachlichen Profils und somit auch des Europaprofils. Daneben ist aber auch die vertiefte Auseinandersetzung mit europarelevanten Themen im Fachunterricht aller Fächer in das gesamte Schulkonzept eingebunden.

Wir legen besonderen Wert darauf, unsere Schülerinnen und Schüler zu selbstständigen und weltoffenen Menschen heranwachsen zu lassen. Daher liegt ein Schwerpunkt unserer schulischen Arbeit auf der Vermittlung von Fremdsprachenkenntnissen. Vor allem möchten wir unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, schon als junge Menschen zu erfahren, was es heißt, „Bürger und Bürgerinnen Europas“ zu sein. Deshalb ist das Gymnasium Brede seit 2012 „Europaschule“. Dies bedeutet, dass das Gymnasium Brede folgende Kriterien erfüllt:

1. Erweitertes Fremdsprachenangebot (+1 über Ausbildungsordnung): Englisch, Latein, Französisch und Spanisch),

2. Bilinguale Angebote (vgl. bilingualer Zweig),

3. Internationale Projekte und Partnerschaften (3.1 projektorientierte Partnerschaften wie z.B. eTwinning-Projekte, 3.2 Austauschprogramme (vgl. Partnerschulen und Austauschprogramme), 3.3 Teilnahme an europäischen Projekten und Wettbewerben wie z.B. Erasmus+ oder naturwissenschaftliche Wettbewerbe mit internationaler Beteiligung, 3.4 Ermöglichung von Praktika im europäischen Ausland wie z.B. nach Frankreich,

4. Vertiefte Auseinandersetzung mit europäischen Inhalten im Unterricht,

5. Deutliche Ausrichtung des Schulprogramms am Europa-Profil,

6. Evaluation des Profils als Europaschule und dessen Entwicklung. Darüber hinaus erfüllt das Gymnasium Brede zusätzlich profilierende Kriterien wie die Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern in europa-relevanten Bereichen, das Angebot des Excellenzslabels Certilingua, das Angebot zum Erwerb internationaler Sprachenzertifikate (vgl. Sprachenzertifikate), die Kooperation mit europäischen Institutionen sowie schulische Organisationsformen zur Koordinierung des Europagedankens.

Einmal im Schuljahr wird zusätzlich der Europatag gefeiert, an welchem zum Beispiel Vorträge zu europarelevanten Themen gehalten werden.

Auf den folgenden Seiten stellen wir unsere Partnerschulen und unsere internationalen Projekte vor: