Die Schulgemeinschaft der Schulen der Brede trauert um den langjährigen Schulseelsorger und Rektor des Klosters Brede, Monsignore Franz-Josef Hövelborn. Nach seiner Erkrankung vor zwei Jahren verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehends – nun ist er im Antoniushaus in Brakel im Alter von 76 Jahren verstorben.
Rektor Hövelborn wurde 1949 in Lendringsen im Hochsauerlandkreis geboren. Er studierte die Fächer Theologie, Deutsch und Geschichte an den Universitäten Paderborn, Freiburg und Würzburg. Im Jahr 1977 wurde er im Hohen Dom zu Paderborn zum Priester geweiht. Anschließend war er Vikar in Bergkamen, bevor er im Jahr 1985 als Lehrer, Schulseelsorger und als Rektor des Klosters an die Brede kam. Im Jahr 2013 wurde er aus dem Schuldienst in den Ruhestand entlassen, was aber in seinem Fall ganz sicher nicht zutraf. Denn als Pastor im Pastoralen Raum Brakel kümmerte er sich in besonderer Weise weiterhin um die Pfarrgemeinde in Rheder und übernahm noch viele weitere Aufgaben. Auch in der Schulseelsorge hat Rektor Hövelborn noch sehr lange auch nach seinem Ausscheiden aus dem Schuldienst mitgearbeitet.
Rektor Hövelborn fiel immer durch seine außergewöhnliche Bescheidenheit und durch seinen großen Fleiß auf. Er war „ein treuer Mitarbeiter im Weinberg des Herrn“ und auf diese Weise im besten Sinne ein guter Seelsorger. Man konnte sich immer voll und ganz auf ihn verlassen, keine Arbeit wurde ihm zu viel – wirklich immer stand er bereit, wenn es galt, eine Herausforderung anzunehmen und zu meistern. Die religiöse Erziehung der Kinder und Jugendlichen war ihm eine Herzensangelegenheit, die jede Anstrengung lohnte. Auch wenn es ihn sicherlich bedrückte, dass der christliche Glaube in der Gegenwart immer mehr zu erodieren schien – seine Tatkraft und seine Zuversicht konnte das nicht wirklich bremsen. Rektor Hövelborn hatte einen unerschütterlichen Glauben, auf dem sein ganzes Leben aufgebaut war. Daher strahlte er stets eine Zuversicht aus, dass sich am Ende alles zum Guten wenden würde. Noch im Mai diesen Jahres, als es vielen bei der Profanierung der Bredenkirche etwas schwer ums Herz wurde, überraschte er mit der Hoffnung, dass da noch nicht das letzte Wort gesprochen ist und dass es in der Zukunft durchaus auch wieder in eine andere Richtung gehen könnte. Diese Zuversicht hat ihn getragen bis zum Ende seines Lebens.
Die Schulgemeinschaft der Brede ist Rektor Hövelborn zutiefst dankbar für sein jahrzehntelanges Wirken an unserer Schule und ihm in Gedanken und im Gebet verbunden.
Der Trauergottesdienst für Rektor Hövelborn ist am Samstag, 13.12. um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael, anschließend findet die Beisetzung auf dem Friedhof in Rheder statt.
Text: Dr. Matthias Koch
Die Fotos zeigen „unseren Rektor Hövelborn“ in seiner wichtigen Rolle als Schulseelsorger der Brede und im Rahmen seiner Verabschiedung auch beim Einpflanzen eines Apfelbäumchens und von Lavendelsträuchern, die die Eltern- und Schülerschaft ihm dazu geschenkt hatten.
Fotos: Kai Hasenbein