06.11.2026

Zwei neue Hecken für mehr Natur auf dem Schulgelände

MINT-Kurs der Jahrgangsstufe 7 gestaltet neue Lebensräume für Tiere und Menschen

Mehr Grün, mehr Artenvielfalt und neue Rückzugsorte auf dem Schulhof: Im Rahmen eines Projekttages haben die Schüler*innen des MINT-Kurses der Jahrgangsstufe 7 der Realschule auf dem Gelände der Schulen der Brede zwei Hecken aus heimischen Sträuchern angelegt. Dabei konnten sie selbst tatkräftig zum Natur- und Klimaschutz beitragen und viel über die ökologische Bedeutung von Hecken lernen.

Die Aktion fand im Rahmen des Workshops „Mach mit – Pflanze Hecken“ statt, den das Bildungshaus Modexen den Bildungseinrichtungen im Kreis Höxter angeboten hatte. Dahinter steht die Idee, das vielerorts noch ungenutzte Potenzial von Schulhöfen für mehr Natur zu erschließen. Denn Hecken bieten Vögeln, Bienen, Schmetterlingen und anderen Tieren Nahrung und Lebensraum. Gleichzeitig verbessern sie das Kleinklima, spenden Schatten und schützen vor Wind.

Gepflanzt wurde an zwei Standorten mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Auf der Wiese neben der Turnhalle entstand am Rand des Schulgeländes eine Wildhecke, die sich in den kommenden Jahren weitgehend ohne pflegerische Eingriffe zu einem naturnahen Lebensraum entwickeln soll. Die zweite Hecke umschließt die erst im Sommer neu angelegte Sitzgruppe im Zentrum des Schulhofs. Sie soll künftig Schatten und Windschutz bieten und einen grünen Rückzugsort schaffen, der zu Ruhe, Erholung und Gesprächen einlädt.

Eine Besonderheit ist die Gestaltung dieser zweiten Pflanzung als sogenannte Kreuzhecke. Bei dieser traditionellen Heckenform werden die Triebe benachbarter Sträucher über Kreuz geführt und miteinander verbunden. Dadurch entsteht ein regelmäßiges, an einen Jägerzaun erinnerndes Muster. Früher wurden solche Hecken unter anderem zur Einfriedung von Viehweiden genutzt. Heute erfreut sich diese alte Technik wieder wachsender Beliebtheit.

Für die Schüler*innen bedeutete der Projekttag vor allem eines: selbst anpacken! Das Ausheben der großen Pflanzlöcher für die Wildhecke erwies sich als ausgesprochen schweißtreibend. Bei der Kreuzhecke waren dagegen Fingerspitzengefühl, Geduld und Konzentration gefragt. Nebenbei lernten die Teilnehmer*innen, worauf es beim fachgerechten Pflanzen und beim Schnitt von Sträuchern ankommt. Mit großem Einsatz und sichtlicher Begeisterung gingen sie ans Werk und konnten am Ende des Tages stolz auf das gemeinsam Erreichte blicken. Gerade darin liegt der besondere pädagogische Wert solcher Aktionen: Ökologische Zusammenhänge werden nicht nur im Unterricht besprochen, sondern durch eigenes Handeln unmittelbar erfahrbar.

Ein herzlicher Dank gilt Martin Petersen und Anja Multhaup vom Bildungshaus Modexen sowie Barbara Siebrecht als Expertin für Hecken und Ulrich Pieper von den Nieheimer Heckenflechtern. Sie alle haben diesen wunderbaren Projekttag ermöglicht und die Schüler*innen mit viel Engagement und fachkundiger Anleitung begleitet haben. Dank ihrer Unterstützung ist unser Schulgelände ein Stück grüner geworden – und die Schüler*innen haben erfahren, wie viel Freude es macht, gemeinsam etwas zu schaffen, das noch viele Jahre wachsen und gedeihen wird.

Mit einem Klick auf das Bild öffnet sich eine Fotogalerie zum Verlauf der Arbeiten!

Text und Fotos: Annette Karweg