Hausaufgaben mit KI machen? In ein selbstfahrendes Auto steigen? KI bestimmt längst unseren Alltag und verändert unsere Gesellschaft. Doch wer entscheidet eigentlich darüber, wie KI eingesetzt wird? Und welche Chancen und Herausforderungen bringt sie mit sich?
Diesen und weiteren Fragen gingen Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs EF im Rahmen des diesjährigen Europatages am Donnerstag, den 11. Juni 2026 mit Hilfe des europäischen Projekts YouthGovAI nach, welches von Erasmus+ gefördert wird. Eigens hierfür waren vier Teamer von EUROSOC#DIGITAL unter der Leitung von Janosch Ptassek aus Berlin angereist, welche dieses Projekt entwickelt und erstmals an der Brede erprobt haben. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie junge Menschen die Entwicklung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) mitgestalten können. Organisiert hatte den Europatag die Europaschulkoordinatorin der Schulen der Brede, Kathrin Mattern, wobei sie tatkräftig von den Lehrkräften Julia Bäumer-Schäfers, Trine Heimann, Simon Kotula und Alba Menke unterstützt wurde.
Vormittags entwickelten und trainierten die Schülerinnen und Schüler zunächst unter Anleitung selbst eine KI bevor sie sich Gedanken über die Gestaltung von Europäischer KI-Governance machten. Dabei kam eine spezialisierte E-Learning Plattform mit Online-Kursen zu relevanten Themen rund um Künstliche Intelligenz zum Einsatz, die teilweise in englischer Sprache zu bewältigen waren.
Die erarbeiteten Ideen aus den vier Workshops am Vormittag wurden anschließend lokalen Politikern aus dem Kreis Höxter präsentiert. So diskutierten Ulrich Disse (CDU) als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Brakel, Frank Oppermann (SPD) als Mitglied des Kreistages sowie Martina Denker (Bündnis90/die Grünen) als Fraktionsvorsitzende im Kreistag Höxter angeregt mit dem Jahrgang EF. Dabei standen vor allem vier große Themen im Raum: die Regulierung von KI im Bereich von Kunst und Musik, KI als Texterstellungsprogramm und Ersatz fürs Denken, die Abhängigkeit der Menschen von KI als auch die Frage, wer denn eigentlich die Verantwortung trägt, wenn die KI versagt. Zunächst stellten die vier Arbeitsgruppen der EF ihre Arbeitsergebnisse nacheinander den Politikerinnen und Politikern vor, welche dann Stellung zu den präsentierten Ergebnissen nahmen. Deutlich wurde hierbei, dass es noch viele ungeklärte Fragen und fehlende Regulierungen gibt. Die Politikerinnen und Politiker versprachen den jungen Menschen, ihre Anliegen mit in ihre politische Arbeit einfließen zu lassen.
Und was habe ich als Autorin dieses Textes an dem Tag gelernt? Da dieser Text völlig ohne KI entstanden ist, habe ich etwas Gutes für meine Gehirnaktivität und Gedächtnisleistung getan.
Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Webseite youthgovai.eu zu finden.
Kathrin Mattern, Europaschulkoordinatorin
„Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.“
