24.04.2026

Forschen, Präsentieren, Staunen Akademiemarkt zeigt beeindruckende Leistungen

Der Akademiemarkt der Schulen der Brede hat am Freitag eindrucksvoll gezeigt, wie viel Forschungsgeist, Kreativität und Durchhaltevermögen in den Drehtürprojekten der Schülerinnen und Schüler steckt.

Pünktlich um 13:30 Uhr füllte sich das Gerhardingerhaus mit neugierigen Gästen: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und weitere Interessierte folgten der Einladung, die Ergebnisse der diesjährigen Projekte kennenzulernen.

Bereits im Eingangsbereich entstand eine erwartungsvolle Atmosphäre – viele Präsentierende hatten ihre Plakate, Modelle oder digitalen Präsentationen im Gepäck und nutzten die letzten Minuten für Feinschliff und Absprachen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Tewes-Andriot und Frau Meier-Tokic startete das dichte Programm: In mehreren Räumen fanden parallel Vorträge statt, sodass die Besucherinnen und Besucher sich ihren eigenen „Forschungsweg“ durch den Nachmittag zusammenstellen konnten. Diese Marktstruktur machte den besonderen Charakter der Veranstaltung spürbar: Wissbegier, Austausch und eine große Portion Stolz auf das Erreichte prägten die Veranstaltung.

Die Vielfalt der Themen zeigte, wie breit gefächert die Interessen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sind. In einem Raum ging es um Alkoholkonsum bei Jugendlichen (Oskar Brehme, 8b), in einem anderen um Misogynie in Sprache (Johanna Große-Bölting, 9c) und auch in der Gesellschaft (Aurelia Leineweber, EF), während nebenan Tumorbildung bei Krebs (Hannah Weinhold, EF) oder Kreuzbandverletzungen (Hanna Urhahne, Charlotte Peters, Amy Gallenkamp, 8b) anschaulich erklärt wurden. Politik beim Eurovision Song Contest (Cornelius Ruske, 8c), Menschenrechte in der heutigen Zeit (Laura Hanschke, 10b) oder Feminismus im Alltag (Lisa Grommes, 9b) machten deutlich, dass sich viele Projekte mit hochaktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen.

Daneben kamen auch naturwissenschaftlich-technische und kreative Schwerpunkte nicht zu kurz: Ein Vortrag über den Vulkan Merapi (Johanna Reinold, 9a / Laura Huster, 9Ra) nahm das Publikum mit an den „Feuergürtel der Erde“, während in einem anderen Raum Schaltungen mit Funduino (Joah Koch, 8b) praktisch vorgeführt wurden. Game of Spores (Lena Lausberg, 9c), Make-Up als Ausdrucksform (Calixte Rabehanta, 8c) oder die Vorbereitung auf ein Austauschjahr in Taiwan (Friedrich Fischer, EF) zeigten, wie stark persönliches Interesse und fachliche Vertiefung im Drehtürprojekt ineinandergreifen. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, in den Fragerunden nachzuhaken – die Schülerinnen und Schüler reagierten souverän, argumentierten differenziert und erklärten komplexe Inhalte verständlich.

Alle vorgestellten Projekte gingen aus dem Drehtürmodell hervor, in dem Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum regelmäßig Unterricht verlassen, um an einem selbst gewählten Expertenthema zu arbeiten. Diese Form der individuellen Förderung setzt eine hohe Eigenmotivation, gute Selbstorganisation und einiges an Durchhaltevermögen voraus – Qualitäten, die im Verlauf des Akademiemarkts immer wieder sichtbar wurden. Viele Präsentierende berichteten, wie sie sich in neue Fachgebiete eingearbeitet, Literatur ausgewertet, Experimente geplant oder Umfragen durchgeführt haben.

So entstand an diesem Nachmittag ein beeindruckendes Leistungsbild, das weit über „normale“ Unterrichtsergebnisse hinausging: Die Schülerinnen und Schüler präsentierten sich als echte Expertinnen und Experten auf ihrem Gebiet, die ihre Themen nicht nur referierten, sondern kritisch reflektierten und in größere Zusammenhänge einordneten.

Für die Gäste wurde erlebbar, was potenzialorientierte Förderung konkret bedeutet: Jugendliche entdecken ihre Stärken, arbeiten sich aus eigenem Antrieb tief in Inhalte ein und erfahren dafür Anerkennung aus der gesamten Schulgemeinschaft.

Dass der Akademiemarkt so reibungslos ablief, ist vor allem der sorgfältigen Vorbereitung durch Frau Tewes-Andriot und Frau Meier-Tokic zu verdanken, die die Drehtürprojekte koordiniert und die Veranstaltung organisatorisch getragen haben. Von der Raumplanung über die Technik bis hin zur Abstimmung der Präsentationszeiten war alles darauf ausgerichtet, den Schülerinnen und Schülern einen professionellen Rahmen für ihre Auftritte zu bieten.

Unterstützt wurde sie dabei von vielen Lehrkräften, die die Projekte betreuten und als Ansprechpersonen zur Verfügung standen. Zwischen den Vortragsblöcken nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Pausen, um mit den Präsentierenden ins Gespräch zu kommen, Materialien genauer anzuschauen und sich inhaltlich zu vernetzen.

Den kulinarischen Rahmen bildete ein Buffet, das zu einem entspannten Ausklang beitrug: Bei Fingerfood und Getränken kamen Eltern, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und externe Gäste ins Gespräch und konnten den Nachmittag gemeinsam Revue passieren lassen.

Zum Ende des Akademiemarkts war deutlich zu spüren, wie stolz die Jugendlichen auf ihre Ergebnisse sein können – und wie sehr die Schulgemeinschaft diese Leistungen zu schätzen weiß. Viele Rückmeldungen aus dem Publikum lobten nicht nur die fachliche Tiefe, sondern auch die anschauliche Gestaltung der Präsentationen und den Mut, sich vor einem größeren Publikum zu zeigen. Der Akademiemarkt 2026 hat einmal mehr gezeigt, dass das Drehtürprojekt an den Schulen der Brede ein wichtiger Baustein gelingender Begabungs- und Interessenförderung ist.

Die Fotos der Veranstaltung machen diese Eindrücke noch einmal sichtbar – als Erinnerungen für die Beteiligten und als Einladung an zukünftige Jahrgänge, selbst den Schritt ins eigene Drehtürprojekt zu wagen.

Mit einem Klick auf das erste Bild öffnet sich eine ausführliche Fotogalerie.

Text und Bilder: Bärbel Lüttig