27.04.2026

Lateinakademie in Rom was für eine Erfahrung!

In den vergangenen Ferien hatte ich die Möglichkeit, an der Lateinakademie der young leaders GmbH in Rocca di Papa bei Rom teilzunehmen. Da ich bereits an zwei weiteren Veranstaltungen von Young Leaders teilgenommen hatte, wurde mir diese Akademie empfohlen. Ich bin mit der Erwartung hingefahren, interessante Einblicke in die Philosophie von Thomas von Aquin zu bekommen – aber auch die schöne Landschaft zu erleben.

Im Mittelpunkt stand die Summa Theologiae von Thomas von Aquin sowie seine Philosophie. Anfangs hatte ich großen Respekt vor den komplexen Texten, aber je mehr wir uns damit beschäftigt haben, desto spannender wurde es. Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir seine Unterscheidung zwischen dem „inneren Akt“ und dem „äußeren Akt“, sowie seine fünf Gottesbeweise.

Die Inhalte wurden von drei Referenten – Prof. Niacor Austriaco O.P., Ph.D., S.Th.D., M.B.A., Dr. Narchi und Prof. Dr. O’Callaghan – vermittelt. Besonders die Offenheit und Nähe von Dr. Jonas Narchi haben mir gefallen. Ein Moment, der mir dabei besonders in Erinnerung geblieben ist, war das gemeinsame Übersetzen am Abend auf der Terrasse bei Sonnenuntergang – eine sehr besondere und gleichzeitig entspannte Lernatmosphäre.

Am zweiten Tag sind wir nach einer Lerneinheit in den Vatikan gefahren, um dort die Vatikanischen Museen zu besuchen und an einem Gottesdienst im Petersdom teilzunehmen. Bei strahlenden Sonnenschein hatte ich die Möglichkeit die Sixtinische Kapelle mit wohl eines von Michelangelos bekanntesten Kunstwerken zu betrachten: Die Erschaffung Adams.

Die Landschaft rund um das Kloster war, wie erwartet, beeindruckend. Auch nach einigen Tagen vor Ort habe ich immer noch Orte entdeckt, welche eine neue noch schönere Perspektive auf den am Fuß des Berges liegenden Sees hatte.
Während der Pausen hatten wir außerdem die Möglichkeit, uns sportlich zu betätigen. Das umgebaute Kloster bot dafür mit einer Tischtennisplatte und einem eigenen Tennisplatz perfekte Bedingungen.

Was die Akademie für mich vor allem ausgemacht hat, war die Gemeinschaft. Ein echtes Highlight war eine lange Mittagspause, in der wir gemeinsam etwa eine Stunde zu einem See hinuntergelaufen sind, um dort für kurze Zeit baden zu gehen. Danach mussten wir ziemlich spontan und in Eile innerhalb von etwa einer halben Stunde wieder den Berg hinauf – schließlich per Anhalter. Besonders nehme ich die neuen Freundschaften mit, die in dieser Zeit entstanden sind. Bald treffen wir uns alle in Berlin wieder.

Ich empfehle diese Akademie an alle weiter, die sich gerne mit der Philosophie Aquins, besonders dem Handeln des Menschen, intensiv auseinandersetzen möchten und sich nicht scheuen dabei ein wenig Latein übersetzten zu müssen.

Text und Bilder: Hannah Lausberg, Q1