In Bangladesch ist Kinderarbeit immer noch traurige Realität. Viele Familien leben in großer Armut und haben kein geregeltes Einkommen. Wenn Eltern krank werden oder nicht arbeiten können, müssen oft die Kinder mitarbeiten, um das Überleben der Familie zu sichern. Die Kinder arbeiten in Fabriken, im Haushalt oder in der Landwirtschaft – häufig 10 Stunden und mehr am Tag. Weil sie arbeiten müssen, können sie nicht zur Schule gehen und lernen und somit die Spirale aus Armut, Arbeit und Abhängigkeit nicht durchbrechen.
Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ hat in seiner diesjährigen Aktion besonders dieses Land und die arbeitenden Kinder dort in den Blick genommen.
Auch wir, die Klasse 5a der Schulen der Brede, haben uns mit dieser Problematik beschäftigt und wir haben Nour und Tazim kennengelernt. Diese beiden Kinder sind 12 Jahr alt und mussten die Grundschule abbrechen, um ihre Familie zu versorgen. Tazim beispielsweise arbeitet 11 Stunden am Tag in einer Fabrik, die Alu-Töpfe herstellt, und bekommt dafür am Tag ca. 1,50€. Beide Kinder träumen davon, wieder in die Schule gehen und lernen zu können. Besonders die Schicksale von Nour und Tazim haben uns betroffen gemacht und wir haben erkannt, welche großes Privileg wir in Deutschland haben, jeden Tag in die Schule gehen zu können. Gerne wollten wir den beiden und den anderen Kindern helfen. So sind wir darauf gekommen, einen Kuchenverkauf anzubieten und pro Stück Kuchen 1,50€ zu nehmen, da das so viel Geld ist, wie Tazim an einem ganzen Tag verdient. Jede Schülerin und jeder Schüler unserer Klasse brachte einen Kuchen, Muffins oder Brezeln mit, die wir in der Mittagspause an unsere Mitschülerinnen und Mitschüler verkauften.
Insgesamt konnten wir den Betrag von 451,03€ einnehmen, den wir bereits an das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ weitergeleitet haben.
Wir sind sehr stolz auf diese hohe Spendensumme und bedanken uns bei allen, die uns unterstützt haben. Wir hoffen und wünschen uns, dass mit diesem Geld vielen Kindern in Bangladesch geholfen werden kann und sie die Möglichkeit bekommen, (wieder) in die Schule zu gehen!
Text: Alessa und Mara (Klasse 5a), Julia Görmann
Fotos: Julia Görmann